Gute Vorbereitung und eine gute Baufirma

Ganz schön tief: Projektleiterin Nicole Neuhoff und Bauleiter Stefan Dörpinghaus gemeinsam mit Baudezernent Mike Janke (Mi.) vor dem künftigen zentralen Regenrückhaltebecken.
Ganz schön tief: Projektleiterin Nicole Neuhoff und Bauleiter Stefan Dörpinghaus gemeinsam mit Baudezernent Mike Janke (Mi.) vor dem künftigen zentralen Regenrückhaltebecken.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Mitte Oktober ist nach derzeitigem Stand ein verheißungsvoller Zwischenstand erreicht. Bis dahin soll der Straßenbau an der Oberen Mühle und der Straße Altstadt abgeschlossen sein.

Iserlohn..  Es sei nicht nur eine Baumaßnahme, um das Erscheinungsbild der Straßen und des Umfelds zu verbessern. Baudezernent Mike Janke spricht vielmehr von einer „erheblichen Infrastruktur-Investition unter der Erde“. Die Rede ist natürlich von der Großbaustelle in der Altstadt. Und beim Ortstermin am Montag konnte er gemeinsam mit Projektleiterin Nicole Neuhoff und Bauleiter Stefan Dörpinghaus verdeutlichen, was er damit meint. Denn bevor überhaupt mit dem eigentlichen Straßenbau begonnen werden kann, muss neben dem neuen Kanal (Durchmesser 1,60 Meter!) beispielsweise an der Straße an der Schlacht ein großes Regenrückhaltebecken in die Erde gebracht werden.

Daran wird aktuell gearbeitet, Bodenplatte und Seitenwände sind bereits aus Beton gegossen, die Dimensionen werden bereits deutlich. Neun Meter lang und fünf Meter breit ist das Bauwerk, die Höhe oder in diesen Fall die Tiefe beträgt 3,85 Meter. Mit der Anlage werden zwei ältere Becken ersetzt, die den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen.

Mitte Oktober erste „Schlacht“ geschlagen

Mitte Oktober ist nach derzeitigem Stand ein verheißungsvoller Zwischenstand erreicht. Bis dahin soll der Straßenbau an der Oberen Mühle und der Straße Altstadt abgeschlossen sein und auch der Kreisverkehr zwischen diesen beiden Straßen und der Schlacht funktionstüchtig sein, eine erste „Schlacht“ wäre dann geschlagen. Danach wird unweigerlich der Kurt-Schumacher-Ring in den Blickpunkt rücken. Das „Wie“ ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Denn es gibt Überlegungen, die Erneuerung dieser Straße bis zur Einmündung Mühlentor, den Weiterbau der Kanaltrasse bis zum Hohler Weg und den Bau der ersten Halbschleife des Kreisverkehres Schlacht/Hohler Weg/Kurt-Schumacher-Ring in ein Paket zu packen. Dieses Vorgehen würde zu einer längeren Vollsperrung des Kurt-Schumacher-Rings in besagtem Kreuzungsbereich führen. Das hätte aber den Vorteil, dass der Ring nur einmal im Verlauf der Gesamtmaßnahme gesperrt werden müsste. Details dazu sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden, versicherte Baudezernent Mike Janke.

Mitte nächsten Jahres soll dann der neue Kanal den Hohler Weg hindurch bis zur Einmündung An der langen Hecke verlegt sein. Zum Jahreswechsel 2016/2017 könnte es dann soweit sein, dass auch der Straßenbau abgeschlossen sein wird. Mike Janke ist durchaus optimistisch, dass der Plan auch gelingen wird. Er lobte ausdrücklich die Herangehensweise der ausführenden Baufirma Sauer&Sommer. Die habe bislang termingerecht gearbeitet und es beispielsweise geschafft, dass die ersten Arbeiten im Bereich des Fritz-Kühn-Platzes rechtzeitig abgeschlossen waren, um dort wie geplant das Friedensfest stattfinden lassen zu können. Vieles sei bislang auch durch eine gute Vorbereitung geschafft worden, gleichwohl sich gewisse Dinge einfach nicht vorhersehen lassen.

Und was sagen Anwohner und Betroffene? Es gebe natürlich Beeinträchtigungen, die für einige Anwohner oder Anlieger auch ganz erheblich ausfallen. Aber die Leute würden bislang gut mitziehen. Das, so Janke, sei wohl auch ein Ergebnis der umfassenden Informationsveranstaltungen im Vorfeld der Baumaßnahme. Das Büro des Bauleiters im Bereich des Parkhauses Altstadt stehe Betroffenen für Fragen offen, dieser Service werde auch angenommen. Und die Autofahrer, die den Bereich regelmäßig passieren müssen, hätten längst ein Gespür dafür entwickelt, wie mit der Situation umzugehen ist. Und das sich ab und an Auswärtige durch die komplexe Situation verheddern, sei auch durch noch mehr Schilder nicht zu verhindern.

Am Hohler Weg wird es wohl etwas zügiger gehen

Bauleiter Stefan Dörpinghaus ist derweil davon überzeugt, dass die finale Bauphase im Bereich des Hohler Weges zügiger voranschreiten wird, als derzeit im Bereich Schlacht/Altstadt. Das liege daran, dass am Hohler Weg keine Sonderbauwerke wie etwa das eingangs erwähnte Regenrückhaltebecken mehr errichtet werden müssen. Dort konzentriere sich alles auf Straße und Kanal.

Auf die immer intensiver werdende Diskussion im Zusammenhang mit dem Fußgängerüberweg Wiemer ist man übrigens vorbereitet. Wenn es irgendwann doch noch den Auftrag gebe, eine Ampelanlage zu installieren, müsse die Straße nicht noch mal aufgerissen werden, da ausreichend Leerrohre verlegt würden.