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Gute Chancen für den 2. Stern

05.11.2009 | 19:14 Uhr

Iserlohn. (tp) Am Freitag tagt der Beirat der Regionale 2013, um seine Empfehlungen auszuarbeiten, welche der bisher 13 aus dem südwestfälischen Raum eingereichten Projekte den begehrten zweiten Stern erhalten.

Der nämlich öffnet kurz vor Beginn der Weihnachtszeit die Türen weit für eine Förderung aus den Töpfen des Landes im kommenden Jahr. Iserlohn ist mit gleich zwei Vorhaben am Start: Der „Sozialen Stadt” für den Bereich südliche Innenstadt sowie dem „Stadtumbau West” im Letmather Quartier Genna. Am Tag vor der Beiratstagung kam am Donnerstag der Planungsausschuss zusammen, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

Waren vergangene Woche noch Wolken über dem Rathaus aufgezogen, nachdem die Regionale-Agentur den Iserlohnern empfohlen hatte, aufgrund angeblich knapper Fördermittel nur ein Vorhaben ins Rennen um die Sterne zu schicken, scheint inzwischen offenbar wieder die Sonne. Beide Iserlohner Vorhaben seien fristgerecht zur Bewertung beim Regionale-Beirat eingereicht worden, teilte Olaf Pestl als kommissarischer Baudezernent mit. Und die Chancen, dass Genna und die südliche Innenstadt am 8. Dezember bei der nächsten Sitzung des Regionale-Ausschusses auch mit dem für die Landesförderung vorentscheidenden zweiten Stern bedacht würden, so Pestl, stünden gut.

Die zwischenzeitliche Wasserstandsmeldung der Regionale-Agentur, dass die Städtebaumittel des Landes nicht ausreichten, um die von Iserlohn im Regionale-Rahmen beantragte Gesamtfördersumme von rund 17 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, titulierte CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Kramer dann auch als „öffentliche Fehlinformation”. Tatsächlich, so habe das zuständige NRW-Ministerium mitgeteilt, stünden Gelder in ausreichender Höhe zur Verfügung. Kramer warnte überdies davor, in politisches „Stadtteildenken” zu verfallen und eines der Vorhaben aufzugeben, um so die Förderchancen für das andere zu erhöhen. Beide angemeldeten Projekte seien von hoher Bedeutung für die Kommune. Eine Position, die SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Janke teilte. Der Kritik des Bündnisgrünen Harald Eufinger, dass die Politik im Regionale-Prozess bisher wenig Einfluss bei der Projektgestaltung geltend machen konnte, hielt Janke entgegen, dass - wenn die Landesförderung fließt - jede Einzelmaßnahme in Genna und in der südlichen Innenstadt nur dann realisiert werde, wenn der Rat zustimme.

Thomas Pütter

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