Grandioser Rock-Abend

Der Blick ins Publikum sorgte bei den beiden Sängerinnen für eine dauerhafte Gänsehaut.
Der Blick ins Publikum sorgte bei den beiden Sängerinnen für eine dauerhafte Gänsehaut.
Foto: Dana Schmies
Was wir bereits wissen
Das Publikum sorgte für Gänsehaut bei den Musikern und Sängern der Ersatzband „Limited Edition“-

Iserlohn..  Mehr geht nicht an einem Konzertabend: Wenn sich die Besucher zwischen den Fachwerkhäusern drängeln, euphorisch klatschen und mitsingen, und am Ende sogar die Band Gänsehaut hat, dann ist das als voller Erfolg zu werten. So geschehen am Samstagabend beim „Rock in Barendorf“.

Dort waren „Limited Edition“ kurzerhand eingesprungen, weil „Just Pink“ wegen der Erkrankung von Sängerin Vanessa Henning am Donnerstag absagen musste. Diese Neuigkeit hatte so manchen Besucher bis Samstagabend noch nicht erreicht, obwohl Veranstalter Thomas Herr alle Kanäle zur Information genutzt hatte. An der Abendkasse drehten einige wieder um, als es hieß: „,Just Pink’ kommen heute nicht.“ Auch manche, die sich die Karten über den Vorverkauf gesichert hatten, wollten den Ersatz nicht hören.

„Fireball“ heiztenden Besuchern ein

All jene aber, die sich davon nicht haben abhalten lassen, bekamen zunächst von „Fireball“ musikalische Leckerbissen der vergangenen Jahrzehnte serviert. Billy Idols „Flesh for Fantasy“ und „White Wedding“ wurden ebenso bejubelt wie Queens „I want to break free“, Totos „Rosanna“ sowie Peter Maffays „Sonne in der Nacht“. „Obwohl ich aus Iserlohn komme, erlebe ich ,Fireball’ heute zum ersten Mal – und bin total positiv überrascht“, so Sandra Mile (34), die mit ihren Freundinnen einen „Mädelsabend“ in Barendorf verbringen wollte. Auch sie waren eigentlich gekommen, um die größten Hits der Sängerin Pink zu hören. „Als es hieß, dass eine andere Band kommt, haben wir uns trotzdem zum Bleiben entschieden, weil das Wetter so schön ist, und wir waren ja ohnehin schon zum Barendorf gefahren.“ Sandra Mile und ihre Begleiterinnen haben die Entscheidung später nicht eine Sekunde lang bereut.

Denn um kurz nach 21 Uhr standen mit „Limited Edition“ hervorragende Musiker und Entertainer auf der Bühne, von der ersten Minuten an hatten sie die Besucher im Griff. Los ging es mit Dan Hartmans 1979-er Hit „Relight my Fire“. Was dann folgte, war ein wahres Show-Feuerwerk mit einer Zeitreise durch die Musikgeschichte. Und nicht nur akustisch, sondern auch optisch konnten „Limited Edition“ überzeugen. Immer wieder gab es neue Kostüme, etwa für Songs der Blues Brothers die entsprechenden dunklen Anzüge, Sonnenbrillen und Hüte. „Die sind der Hammer“, lobte Frank Jahns (28).

Aber auch die Band, die eigentlich an diesem Wochenende ihre Ferien antreten wollte, dann aber den Hilferuf von Thomas Herr erhörten, war begeistert. Immer wieder zeigten die Sängerinnen auf die Gänsehaut auf ihren Armen.