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Auftritt im Parktheater

Götz Alsmann - Dr. Mabuse des Jazz-Schlagers

07.12.2009 | 16:57 Uhr
Götz Alsmann - Dr. Mabuse des Jazz-Schlagers

Iserlohn. Als „Dr. Mabuse des deutschen Jazz-Schlagers” kündigte Bandmitglied Markus Passlick den Star des Abends am Samstag im Parktheater an.

Und Götz Alsmann erfüllte dann im ausverkauften Haus von Anfang an die hohen Erwartungen seines Publikums, das sich schon von den ersten Liedzeilen an begeistert zeigte. Da hätte es des freundlichen Hinweises dieses musikalischen Allrounders, dass natürlich gerade der Auftritt in Iserlohn der Höhepunkt des Tourneejahres sei, überhaupt nicht bedurft.

Unter dem Motto „Engel oder Teufel” reist die Allstarband derzeit durchs Land und gibt dabei mehr als einhundert Shows im Jahr und präsentiert dabei die neuen Lieder der gleichnamigen CD und weckt nebenbei bei den Zuhörern alte Kindheitserinnerungen und gibt aber auch Raum zum verliebten Träumen. Denn ganz in der Tradition der alten Schlagerwelt sind auch in Alsmanns Titeln Liebe, Herz und Schmerz ganz nah beieinander. Dabei werden Erinnerungen an Stars wie Evelyn Künneke, Bully Buhlan oder René Carol wach. Doch anders als zu Zeiten des alten Dampfradios vereinen sich hier Rhythmus, Text und Melodie zu drei Freunden, die die Herzen der Fans erobern.

Doch es ist nicht nur Götz Alsmann, der mit seinen Jazz-artigen Kompositionen und Arrangements, in der Alsmann alte Musikgeschichte lebendig werden lässt, zu überzeugen weiß. In seinen überaus langen Ansagen wird Alsmann zum Meister der Sprache, der wortgewaltig und voller Witz Philosophisches neben Kabarettistisches stellt, und dabei am Ende wie von selbst zum nächsten Titel überleitet. Das ist bestes Entertainement, das in deutscher Sprache wohl niemand in dieser Art und Weise beherrscht.

Es ist aber auch die Band, die schon seit Jahrzehnten mit Alsmann arbeitet, die einen Live-Auftritt zum ganz besonderen Erlebnis macht. Altfried M. Sicking (Vibraphon, Marimba, Xylophon und Trompete), Markus Passlick (Percussion, Bongos, Congas und ungezählte Klangmittel), Rudi Marhold (Schlagzeug, Percussion) und Michael Ottomar Müller am Bass begeistern mit Klangfarben und -teppichen, wie sie weitaus größere Klangkörper nicht zu vermitteln wissen.

„Engel oder Teufel” - Götz Alsmann, der Mann mit der markanten Haartolle, gibt selbst die Antwort: „Ich weiß es nicht!”

Ulrich Steden

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