„Gewohnt unruhiger“ Jahreswechsel für Einsatzkräfte

70 Einsätze für die Feuerwehr und 30 für die Polizei. Im St.-Elisabeth-Hospital verlief die Nacht recht unspektakulär.

Iserlohn..  Viel zu tun hatten die Mitarbeiter von Polizei und Feuerwehr in der Silvesternacht. „Gewohnt unruhig“ hieß es am Neujahrsmorgen von Seiten der Polizeiwache. 30 Mal sind die Beamten auf Iserlohner und Letmather Boden ausgerückt. Ruhestörungen, Randalierer, eine kleinere Schlägerei auf dem Alten Rathausplatz und ein versuchter Handyraub unter Minderjährigen an der Karl-Arnold-Straße gehörten dazu.

70 Einsätze musste die Feuerwehr abarbeiten, davon entfielen allein 57 auf den Bereich Rettungsdienst. 27 Mal rückte der Rettungsdienst zu Einsätzen nach Mitternacht aus. Unterstützt wurde der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr – wie jedes Jahr – durch ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes. Oft mussten die Einsatzkräfte wegen zu starken Alkoholkonsums ausrücken. Bei dem immensen Arbeitsaufkommen mussten die umliegenden Feuerwehren ebenfalls Rettungsmittel zur Unterstützung nach Iserlohn entsenden. Auch zu einigen Unfällen mit Feuerwerkskörpern wurde der Rettungsdienst gerufen. Unter anderem wurde eine Person durch eine Rakete am Kopf verletzt, eine weitere erlitt ein Knalltrauma.

Prof. Dr. Stefan Esenwein, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie des St.-Elisabeth-Hospitals, spricht dagegen von einer unspektakulären Nacht. Gebrochene Nasenbeine und Mittelhandknochen seien auch an ganz normalen Wochenenden zu behandeln. Bei seinem Team sei kein Patient mit Knallkörper-Verletzungen vorstellig geworden.

13 Mal Hilfe geleistetund Brände gelöscht

Im Bereich Brandschutz und der Hilfeleistung wurden insgesamt 13 Einsätze gezählt. Der Rettungsdienst forderte um 0.17 Uhr zur Unterstützung bei der Versorgung eines Patienten die Drehleiter zur Unnaer Straße an. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug rückte um 1.17 Uhr zur Limburger Straße aus, weil in einem Badezimmer Wasser unkontrolliert ausströmte. Durch das Abstellen der Wasserzufuhr an einem Ventil konnte das Ganze gestoppt werden.

Zur normalen Brandsicherheitswache im Parktheater rückte das Tanklöschfahrzeug der Löschgruppe Stadtmitte an, um den Brandschutz für das Feuerwerk auf der Alexan­derhöhe sicher zu stellen.