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"Gesundes Unternehmen" IGW

21.07.2009 | 16:18 Uhr
"Gesundes Unternehmen" IGW

Iserlohn. Eine äußerst positive Bilanz für das Jahr 2008 zieht die Iserlohner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (IGW). Und auch der Blick in die Zukunft erscheint vielversprechend: Wichtigstes Geschäftsfeld bleibt weiterhin die Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes.

Vor allem die kleinen, preisgünstigen Wohnungen erfahren eine immer größere Nachfrage. IGW-Geschäftsführer Holger Lohrbach kennt einige der Gründe: „Unsere Mieter sind zu 65 Prozent Rentner, 18,5 Prozent Studenten und Auszubildende sowie zu 25 bis 30 Prozent Hartz-IV-Empfänger.” Hinzu kommt der Trend, möglichst zentral leben zu wollen - durch steigende Benzin- und Energiekosten zieht es die Mieter in die Stadt. Der Anstieg der Nebenkosten biete daher kaum Spielraum für Erhöhungen der Grundmieten.

Insgesamt gehören 2160 eigene und 889 für andere Besitzer verwaltete Wohnungen zum Bestand der Gesellschaft. „Unser wichtigstes Geschäftsfeld ist nach wie vor die Bewirtschaftung des eigenen Bestandes. Verstärken wollen wir aber in Zukunft auch den Bereich der Verwaltung von Wohnungseigentum Dritter”, so Holger Lohrbach.

Das Geschäftsjahr 2008 schloss die IGW mit einem Überschuss in Höhe von 108 000 Euro ab. Die Vermögensstruktur wird zu etwa 87 Prozent durch das Anlagevermögen - die Immobilien - geprägt. Mit 47,7 Prozent kann das kommunal angebundene Unternehmen eine beachtlich hohe Eigenkapital-Quote vorweisen. Rekordverdächtig, so Lohrbach, waren im vergangenen Jahr mit 4,3 Millionen Euro die Investitionen für Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung. „So viel war es noch nie - allerdings waren die Investitionen wegen des Bestandes auch erforderlich”, erklärt der Geschäftsführer. Auch in diesem Jahr plane das Unternehmen Maßnahmen, die mehr als dreieinhalb Millionen Euro kosten werden. Bis auf wenige Ausnahmen beauftragt die IGW Iserlohner Handwerksbetriebe mit diesen Arbeiten.

Um ein möglichst breit gefächertes Mieterklientel zu erreichen, entstehen demnächst am Dördelweg acht Reihen-Miethäuser mit jeweils etwa 90 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche auf drei bis vier Zimmern. Zielgruppe sind sowohl Ältere als auch Familien. „Durch die Nähe zum Krankenhaus würde sich das Ganze auch für die Mitarbeiter anbieten”, erzählt Lohrbach. Er rechnet für spätestens Mitte August mit dem ersten Spatenstich. Das Konzept könnte nach seinen Vorstellungen beispielsweise auch im Bereich Grüner Weg umgesetzt werden.

Mit einem ähnlich guten Jahresabschluss wie 2008 rechnet die IGW auch für 2009. Aufsichtsratsvorsitzende Renate Brunswicker lobt: „Es wird hier wirklich im Sinne der Kunden gehandelt, ich bin vor allem mit der Geschäftsführung, die angepackt hat, sehr zufrieden. Die IGW ist ein gesundes Unternehmen.”

Jennifer Katz

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