Gesamtschüler als Busbeobachter unterwegs
03.03.2009 | 16:21 Uhr 2009-03-03T16:21:00+0100Iserlohn. Sind sogenannte Buslotsen die richtige Lösung, um Unzulänglichkeiten im Schulbusverkehr zu beseitigen beziehungsweise zu mindern? Auf Anregung des Schulausschussvorsitzenden Thorsten Schick (CDU) sollen nun entsprechende Modelle geprüft werden.
In anderen Städten hat es bereits Versuche gegeben, deren Ergebnisse ausgewertet werden sollen. Der Blick wird sich aber nicht nur in andere Städte richten, sondern auch zur hiesigen Gesamtschule. Denn seit etwa anderthalb Jahren werden dort Oberstufenschüler als sogenannte Busbeobachter eingesetzt. Der große Vorteil: Die Schüler sitzen ohnehin jeden morgen in den Schulbussen der Linien 10,18 und 214. Dieses Modell, so der stellvertretende Schulleiter Hubert Witte, habe sich deutlich besser bewährt als vorangegangene Versuche, wo Ein-Euro-Jobber oder in einem zweiten Schritt Eltern als Busbegleiter eingesetzt worden waren.
Bei kleinen Problemen greifen die Busbeobachter, die bereits durchgängig das 18. Lebensjahr vollendet haben, direkt ein. In heikleren Fällen machen die Busbeobachter eine Meldung an die Schulleitung. Die führt dann Gespräche mit den „Übeltätern” - und die können auch Konsequenzen nach sich ziehen. In einigen Fällen, so Hubert Witte, wurden bereits die Fahrausweise eingezogen.
Derzeit befinden sich an der Gesamtschule 12 Schülerinnen und Schüler als Busbeobachter im Einsatz. Wenn notwendig, fertigen sie auch schriftliche Berichte an. Und da pro Bus mehrere Beobachter im Einsatz sind, können diese sich auch gegenseitig unterstützen und im Zweifel auch erhobene Vorwürfe bezeugen. Interessanterweise sind die sogenannten „Halbstarken” nicht die Hauptklientel der Busbeobachter. Am auffälligsten, so Hubert Witte, sind vielmehr die 5. und 6. Klassen. Und da gibt es auch ein Problem: Der Bus, der aus Hemer kommt, hält zunächst am Standort Nußberg. Und hier steigen die Busbeobachter selber aus. Von Zeit zu Zeit komme es zu Vorfällen, wenn die „Youngster” dann unter sich zum Standort Gerlingsen weiterfahren.
Positives Fazit
Für Hubert Witte hat es sich weiterhin als hilfreich erwiesen, dass bei der MVG bei entsprechenden Problemen ein kompetenter Ansprechpartner bereit steht. Bei der BRS, die für die Linien 130/131 verantwortlich zeichnet, sei eine konstruktive Kontaktaufnahme dagegen kaum möglich.
Sachbeschädigungen in den Bussen sind ein Betätigungsfeld der Busbeobachter, zum Alltagsgeschäft gehören aber eher herumtobende jüngere Schüler, die es dabei des öfteren übertreiben. Und das eine oder andere Gerangel gilt es ebenfalls zu schlichten. In Einzelfällen können die auch ernsterer Natur sein. Bei entsprechenden Erkenntnissen, so Hubert Witte, werde hier auch präventiv gearbeitet.
Insgesamt zieht der stellvertretende Schulleiter der Gesamtschule Iserlohn ein positives Fazit des praktizierten Modells. Aufgrund möglicher Sanktionen und der daraus resultierenden abschreckenden Wirkung würden die Busbeobachter durchaus ernst genommen. Natürlich können die Busbeobachter selber keine Sanktionen aussprechen, das obliegt ausschließlich der Schulleitung, die auch das Gespräch mit den Eltern auffälliger Schüler sucht.
22:30
Ich habe vor einigen Tagen um 13:40 in der Iserlohner Heide zwei Busse der Linie 130 gesehen, in der die Kids fast gestapelt waren, das Erinnerte eher an Deprtation als an Dienstleistung,
jetzt lese ich Bei der BRS, die für die Linien 130/131 verantwortlich zeichnet, sei eine konstruktive Kontaktaufnahme dagegen kaum möglich. Die Vögel fühlen sich wohl sehr sicher- mir kanns ja Wurscht sein, aber als Stadt oder Presse würd ich da doch mal mein Gewicht nutzen und Druck aufbauen, alleine den Kindern zuliebe...