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Verbraucher-Trend

„Für mich ist der Markt Familie“

29.12.2013 | 13:06 Uhr
„Für mich ist der Markt Familie“
Marktfrau Annemmie Hankel aus Sümmern und ihre Mitaarbeiterin Meike Ritter gehen mit Optimismus ins neue Jahr.

Iserlohn.   Den Händlern auf dem Iserlohner Wochenmarkt kommt der Verbraucher-Trend zu bewusstem Essen und frischen Waren aus der Region sehr zu gute.

„Es war ein schwieriges Jahr“, zieht Markthändlerin Monika Fränzer Bilanz. „Gemüse und Kartoffeln waren spät dran.“ Der Schwiegervater war schon vor 60 Jahren auf dem Iserlohner und Lünener Wochenmarkt vertreten. Mit ihrem Mann verkauft sie mittwochs und samstags Gemüse, Kartoffeln, Eier und Obst.

„Unser Hauptpublikum sind ältere Leute. Aber wir sind glücklich sagen zu können, dass auch Jüngere regelmäßig bei uns kaufen. Samstags haben Familien mehr Zeit, gemeinsam einkaufen zu gehen.“

Den Markthändlern komme der verstärkte Verbraucher-Trend zu bewusstem Essen, frischen und regionalen Waren sehr zu gute. „Auch der Einzelhandel profitiert von uns“, weiß Monika Fränzer. „An den Markttagen sind die Geschäfte voller, sagen die Einzelhändler.“

Wünsche für 2014: Gute Geschäfte und Gesundheit

Für das kommende Jahr wünscht sie sich „Gesundheit und gute Geschäfte“. Die Markhändler-Familie aus Werne bezieht ihre Ware von Bauern der Region und vom Großmarkt.

Brigitte und Helmut Schaub sind treue Kunden auf dem Wochenmarkt: „Wir sind mittwochs und samstags hier, weil wir hier schöne frische Ware bekommen“, erzählt Brigitte Schaub, die dort regelmäßig Obst, Gemüse, Hähnchen und Pilze ordert. „Egal bei welchen Wetter, wir sind echte Sauerländer, wir sind wetterresistent“, fügt ihr Ehemann Helmut hinzu. Für 2014 wünschen sich die Eheleute „Gesundheit und Zufriedenheit. Und dass der Markt so bleibt wie er ist.“

„Wir sind mit dem Jahr ganz zufrieden“, verrät Markthändlerin Annemie Hankel aus Sümmern. Sie ist mit ihrem Mann seit 35 Jahren auf dem Iserlohner Wochenmarkt vertreten, wo sie Eier, Nudeln, Hausmacherwurst, Honig und Marmelade anbieten. „Wir haben viele Stammkunden, etwa 85 Prozent.“

Vor etwa 50 Jahren waren die Eltern ihres Mannes sogar schon mit von der Iserlohner Wochenmarktpartie. „Es ist nicht einfach, aber wir sind Optimisten“ , verrät Annemie Hankel. Mit Optimismus und guter Laune geht sie ebenso wie ihre Mitarbeiterin Heide Ritter auch ins neue Jahr. Hankels gehören zu den ganz treuen Anbietern, die bei jedem Wetter kommen: „Das sind wir unseren Kunden schuldig.“ Bei starkem Schnee haben sie auch schon mal aus dem Bulli heraus verkauft.

Die menschliche Komponente und das „Pröhlken“ mit dem Stammpublikum ist ihnen ganz wichtig: „Das geht in den großen Geschäften verloren.“ Familiär begrüßt auch Stammkundin Anne Lindner „die Mädels vom Eierstand“: „Für mich ist der Markt Familie. Es menschelt so schön. Ich kaufe hier Obst, Blumen, Eier, Gemüse und Hähnchen.“ Und sie treffe immer alte Bekannte auf dem Markt. Für 2014 wünscht sich die Seniorin: „Dass ich weiterhin gut laufen kann, und dass meine noch lebende Tochter gesund bleibt, eine habe ich durch Krankheit verloren.“

Cornelia Merkel



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