Freude über dickes Plus

Iserlohn als die grüne Insel im Meer der Kommunen mit einem Haushaltssicherungskonzept (wie Hemer) und denen, die überschuldet sind, bzw. denen die Überschuldung droht (schraffierte Flächen).
Iserlohn als die grüne Insel im Meer der Kommunen mit einem Haushaltssicherungskonzept (wie Hemer) und denen, die überschuldet sind, bzw. denen die Überschuldung droht (schraffierte Flächen).
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die Stadt Iserlohn hat die Wende geschafft: Erstmalig seit der Einführung der kaufmännischen Buchführung im Jahr 2008 weist der vorläufige Abschluss des kommunalen Haushaltsjahrs für 2014 einen Überschuss aus. Und der fällt mit 1,1 Millionen Euro nicht zu knapp aus.

Viele Einzelmaßnahmen führten zum Erfolg

„Ich bin überglücklich, dass wir diesen Stand erreicht haben“, zeigt sich Kämmerer Friedhelm Kowalski im Gespräch mit unserer Zeitung hoch erfreut über das Plus unter dem Strich des Jahres 2014, nachdem bereits der Vorgängeretat mit einem nur geringen Defizit in Höhe von 300 000 Euro endete. „Seit der Weltwirtschaftskrise, die für alle Kommunen äußerst gravierende finanzielle Folgen hatte, haben wir auf systematische Art und Weise jede Position zur Verbesserung genutzt – sowohl bei den Ausgaben, als auch bei dem Ertrag“, verdeutlicht der Kämmerer, dass das Geheimnis des finanziellen Erfolges in einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen begründet liegt. Überdies sei der städtische Haushalt mittlerweile ein Planwerk, das auf einem Höchstmaß an Genauigkeit basiere, wodurch eine präzise Steuerung möglich geworden sei. Die schwarze Zahl unter dem Strich dürfte zudem keine Eintagsfliege sein, zumal auch die Etatabwicklung 2015 voll im Plan liege, berichtet Kämmerer Kowalski weiter. Die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer liegen nach seinen Angaben bisher sogar über den Ansätzen im Etat.

Mindestens ebenso wichtig sei es jedoch, so Kowalski weiter, dass die Summe der Kassenkredite seit gut einem Jahr nicht mehr angestiegen sei und bei rund 64 Millionen Euro verharre. „Diese Kassenkredite haben wir in Folge eben jener Weltwirtschaftskrise aufgebaut. Ihr Abbau ist eine Aufgabe für das nächste Jahrzehnt.“ Um zu einer Tilgung zu kommen, hatte Kowalski bereits in der Vergangenheit bei den Ratsfraktionen um Unterstützung geworben, ein Konzept zu entwerfen, das den planmäßigen Abbau der Verbindlichkeiten vorsieht.

„Das aber ist jetzt eine Aufgabe für meinen Nachfolger“, sagt der Kämmerer, der im August seinen Abschied aus den Diensten der Stadt nimmt, um dann den Ruhestand zu genießen.