Förderverein plant Bau einer dreiteiligen Orgel

Die Bauernkirche soll eine dreiteilige Orgel erhalten.
Die Bauernkirche soll eine dreiteilige Orgel erhalten.
Foto: Josef Wronski/IKZ
Dafür sind umfangreiche Vorarbeiten nötig, um Klima und Akustik zu optimieren. Auch das Gewölbe soll wieder hergestellt werden.

Iserlohn..  Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Bauernkirche war es das wesentliche Thema: die neue Orgel und die für sie notwendigen Vorarbeiten, mit denen in diesem Jahr begonnen werden soll.

Zunächst begrüßte Vorsitzender Horst Fischer die Mitglieder und blickte auf das zehnjährige Bestehen des Fördervereins zurück. „Die Iserlohner sind froh und dankbar, dass es die Bauernkirche als Kirche noch gibt“, so Fischer. Dies war und sei nur möglich dank einer großen Spendenbereitschaft aus der Bürgerschaft. Hinzu kämen die Beiträge der etwa 200 Mitglieder.

Fischer machte zudem deutlich, dass die Konzerte in der Bauernkirche zur Adventszeit nicht nur eine feste Größe im Iserlohner Veranstaltungskalender sind, sondern auch entscheidend dazu beitragen, Spenden zu bekommen. Insgesamt singen und musizieren an den Adventswochenenden mehr als 500 Akteure, ohne dafür Gage zu verlangen.

Nächstes Neujahrskonzertmit zwei Terminen

Ein Höhepunkt war ebenso das erste Bauernkirchen-Neujahrskonzert mit so großer Nachfrage, dass nicht alle Besucher einen Platz finden konnten. Deshalb ist geplant, das nächste Neujahrskonzert an zwei Terminen anzubieten.

Doch konnte Horst Fischer in seinem Rechenschaftsbericht nicht nur auf Erfreuliches zurückblicken. Leider wurde im vergangenen Jahr in die Kirche eingebrochen und Geld aus den Spendenbehältnissen entwendet. Durch den Einbruch sah sich der Förderverein veranlasst, an den Türen eine erweiterte Schließanlage anzubringen und zusätzliche Sicherungen vorzunehmen. Schließlich sollen die „alten Glocken“ der Bauernkirche, die auf dem Vorplatz stehen, durch eine „Einhausung“ geschützt werden.

Dr. Sigurd Pütter, der sich mit Horst Fischer um die Vorbereitung des Orgelneubaus kümmert, schilderte den derzeitigen Planungsstand. Für die Orgel, die von der Firma Oppel aus Schmallenberg gebaut werden soll, sind zunächst noch zahlreiche Vorarbeiten erforderlich. Unabdingbar sei eine gezielte Klimatisierung mit einer Be- und Entfeuchtungsanlage. So dürfe die Innentemperatur der Kirche auch bei einem strengen Winter zwölf Grad nicht unterschreiten. Dafür soll eine Heizungsanlage eingebaut werden, die an mehreren Stellen mit Behältnissen in den Boden eingelassen werden soll, um kalte Luft anzusaugen und zu filtern. Zudem sollen die Fenster zum Teil mit einer Art Doppelverglasung klima- und schallisoliert werden. Bodenplatten müssen für ein verstärktes Fundament unterhalb der Orgel eingebaut werden, und schließlich soll auch die alte Deckengewölbehöhe wieder hergestellt werden, um der Orgel mit ihren langen Pfeifen ausreichend Platz geben zu können.

Insgesamt soll das Instrument aus drei Teilen bestehen: der Hauptorgel über dem Haupteingang, einer kleineren Barockorgel im rechten Seitenschiff und einem Klangelement (Fernwerk), das hinter dem Altar stehen wird. Für die Finanzierung wurde eine Stiftung gegründet. Derzeit befindet sich der Förderverein aber noch in der Genehmigungsphase und in den Verhandlungen mit den Denkmalbehörden, um diese Pläne umsetzen zu können.

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