Flyer erleichtern die ersten Schritte

Katrin Brenner, die Erste Beigeordnete der Stadt Iserlohn, präsentiert vor dem Rathaus II die Flyer für die Asylbewerber.
Katrin Brenner, die Erste Beigeordnete der Stadt Iserlohn, präsentiert vor dem Rathaus II die Flyer für die Asylbewerber.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Asylbewerber werden im Rathaus II von einem Mitarbeiter aus dem Bereich Integration und Aufenthaltsrecht empfangen.

Iserlohn..  Eine mehr als breite Palette an Hilfsangeboten offenbarte am Dienstagabend der erste „Runde Tisch Flüchtlinge in Iserlohn“ (wir berichteten). Da geht es all denen, die sich um eine Willkommenskultur in Iserlohn bemühen darum, Kontakte herzustellen, um die soziale Isolation zu überwinden. Auch für die dringend nötige Erstausstattung engagieren sich Ehrenamtliche wie Institutionen, ebenso werden Angebote für den Deutschunterricht, ergänzenden Sprachunterricht wie auch einen heilpädagogischen Unterricht unterbreitet. Hilfen gibt es auch im Bereich der Hausaufgabenbetreuung. Weiteres zentrales Anliegen ist natürlich auch den Zugang zur Arbeitswelt möglich zu machen.

Allein an dieser nicht vollständigen Auflistung wird deutlich, wie vielfältig die unterstützenden Angebote in Iserlohn sind. Diese zahlreichen Aktivitäten besser zu bündeln und zu koordinieren, das ist ein zentrales Anliegen des Runden Tisches. Deshalb soll dieses gemeinsame Treffen keine einmalige Aktion bleiben, sondern in absehbarer Zukunft wiederholt werden.

Krankenscheine fürjeweils ein Quartal

Doch was passiert mit Flüchtlingen aus all den Konfliktherden dieser Welt, wenn sie in Iserlohn ankommen? Das dann einsetzende Procedere stellten die Erste Beigeordnete Katrin Brenner und Ordnungsamtsleiterin Angela Schunke ausführlich vor. Aufgrund der bestehenden Aufnahmeverpflichtung der Stadt Iserlohn erfolgt die Zuweisung durch die Bezirksregierung in Arnsberg. In Bussen kommen die zugewiesenen Asylbewerber dann am Schillerplatz an und müssen sich dann beim Bereich Integration und Aufenthaltsrecht (Bereich 35) im Rahmen der Durchführung von Asylverfahren anmelden.

Dort wird nach der Vorlage von Ausweispapieren und/oder einem Anmelde-Nachweis eine erste Zahlung, zumeist per Scheck, an die Flüchtlinge geleistet. Dieser Betrag soll den Lebensunterhalt für die ersten Tage bis zur Aufnahme des Grundantrages sicherstellen. Auch ein Termin zur Grundantragsaufnahme wird hier mitgeteilt. Weitere Unterlagen sollen die Eingewöhnung in der Fremde erleichtern: ein Stadtplan mit Wegen zu den Unterkünften, ein Informationsblatt „Tipps für asylsuchende Familien“, ein Flyer der Flüchtlingsberatung und ein Flyer der Beschäftigungsförderung. In der Regel wird auch die Beförderung zur Unterkunft organisiert. Im Termin zur Grundantragsaufnahme wird ein mehrseitiger Antrag mit allen notwendigen Angaben aufgenommen. Wenn bis dahin ein Konto eingerichtet werden konnte, wird der Restanspruch an die Hilfeempfänger überwiesen, andernfalls erfolgen weitere Scheckzahlungen. Alle Asylsuchenden erhalten auch Krankenscheine, jeweils für einen praktischen Arzt und Zahnarzt. Sie gelten für jede Einzelperson und jedes Quartal. Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird unter anderem geprüft, ob dem bevorzugten Umzug aus einer Asylbewerber-Unterkunft in eine Privatwohnung zugestimmt werden kann; dazu wird die Größe und Ausstattung der Wohnung geprüft und bei Bedarf eine Pauschale für die Ersteinrichtung bewilligt. Im Bereich Asylbewerberleistung werden Flüchtlinge mit Kindern natürlich auf die Schulpflicht ihrer Kinder hingewiesen.

Für alle Fragen im Zusammenhang mit der Unterbringung und Wohnfragen ist dann das Ordnungsamt zuständig.