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Florian Menzel ist der Star bei "Black and White"

03.01.2008 | 18:52 Uhr
Florian Menzel ist der Star bei "Black and White"

Iserlohn. Wegen seines noch jungen Alters und seiner Körpergröße wird er von seinen Kollegen „Flo” genannt. Wegen seines enormen Talents gilt er aber schon jetzt als ein Gigant in der heimischen Jazz-Szene.

Und an den Grenzen des Sauerlandes macht Florian Menzel schon lange nicht mehr halt. Der 19-jährige Trompeter aus Eslohe verfügt bereits jetzt über reichlich Erfahrung. Seit vier Jahren ist er parallel zur Schule Jungstudent an der Musikhochschule in Köln, wo er auch schon bei der renommierten WDR-Big-Band etwa bei der 1-Live-Krone oder beim Weihnachts-Programm von Götz Alsmann mitgewirkt hat. Mit dem Bundes-Jazz-Orchester unter Peter Herbolzheimer hat er die großen Public-Viewings bei der WM bespielt und war auf Auslands-Tourneen. Und überall, wo er auftaucht, wird er als kommender Star gehandelt.

Schon früh bekam er über einen Freund Kontakt nach Iserlohn, wo er regelmäßig bei der Musikschul-Big-Band von Roland Kirch aushilft. Bei einem dieser Auftritte hatte ihn auch der „alte Hase” Siegfried Karow erlebt und direkt für sein großes Neujahrs-Konzert mit seiner Band „Black and White” am kommenden Wochenende engagiert. „Der aufgehende Stern am Trompeten-Himmel” urteilt Karow begeistert über das junge Talent, das er bedenkenlos als ersten Trompeter - quasi als Konzertmeister und Star der Band in Personalunion - einsetzt. Das kann er auch. Denn einen besonderen Druck verspürt Florian Menzel bei solchen besonderen Aufgaben inzwischen nicht mehr, wie er gestern im Gespräch mit unserer Zeitung verriet.

Schon mit vier Jahren hat er am Klavier die Musik entdeckt, wechselte aber schnell zur Trompete und spielte schon mit fünf solange und so bedrohlich mit dem kostbaren Instrument seines Vaters herum, dass der ihm die erste eigene Trompete schenkte und ihn auch selbst unterrichtete. Wichtige Stationen und Etappen gab es seit dem nicht zu knapp. Die wichtigste Begegnung war aber wohl die mit dem großen Posaunisten, Band-Leader und ehemaligen Leiter der Jazz-Abteilung an der Kölner Musikhochschule Jiggs Wigham, bei dem Menzel mit zwölf Jahren einen Workshop in Unna besuchte. Der Meister erkannte das Talent des Kindes und vermittelte ihn als Jungstudenten nach Köln, wo er nun seit vier Jahren bei dem ersten Trompeter der WDR-Big-Band Andy Haderer studiert.

Ob Florian Menzel nun schon im kommenden Jahr die Schule abbricht, um Musik zu studieren, oder ob er noch zwei Jahre bis zum Abitur durchhält, ist offen. Schwierig sei es aber schon jetzt, beides unter einen Hut bekommen, denn neben den drei bis vier Übungsstunden täglich kommen immer mehr Band-Proben und Auftritte hinzu. Dazu zählen auch nach wie vor seine Gastspiele in Iserlohn, wo er schon in verschiedensten Besetzungen aufgetreten ist. Am kommenden Sonntag, 6. Dezember, ist er um 17 Uhr mit Siggi Karow und dessen großer Bläser-Philharmonie im festlichen Rahmen mit klassischen Gesangs-Solisten, Ballett und großer musikalischer Vielfalt im Parktheater zu hören und zu sehen. Jazz-Puristen sollten sich dazu auch schon den 27. Januar vormerken. Dann wird Florian Menzel mit seinem eigenen Sextett beim „Jazz-Campus” in der Fachhochschule am Frauenstuhlweg auftreten.

Ralf Tiemann

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