Fliegende Gummistiefel und jede Menge Heu

Der Gesichtsausdruck spricht wohl Bände. Die anstrengendeste Disziplin der vierten Bauernolympiade in Rheinen auf dem Hof Mikus war für alle Teilnehmer mit Sicherheit das Strohumladen.
Der Gesichtsausdruck spricht wohl Bände. Die anstrengendeste Disziplin der vierten Bauernolympiade in Rheinen auf dem Hof Mikus war für alle Teilnehmer mit Sicherheit das Strohumladen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
16 Teams kämpften in mehr als unterhaltsamen und spannenden Disziplinen bei der vierten Bauernolympiade in Rheinen um die „goldene Olga“.

Rheinen..  In der einen Ecke fliegen die Gummistiefel, in einer anderen die Heuballen. Wiederum woanders schätzen Teilnehmer das Gewicht eines Kuhfladens oder schleudern einen Strohsack soweit es geht durch die Gegend. Es ist mächtig was los, da wo sonst rund 70 Milchkühe gemächlich vor sich hingrasen. Denn gleich 16 Teams kämpfen bei der vierten Bauernolympiade auf dem Hof Mikus in Rheinen in insgesamt elf Disziplinen um die „goldene Olga“.

Wie heiß begehrt diese Auszeichnung am Sonntag war, wurde schon beim „Einmarsch der Gladiatoren“, wie Veranstalterin Doris Mikus die Eröffnungszeremonie nennt, deutlich. Siegessicher präsentierten sich die einzelnen Teilnehmer den vielen Besuchern, die trotz schlechter Wetteraussichten den Weg nach Rheinen gefunden hatten. Nach einigen Worten von Doris Mikus, die zusammen mit der Dorfgemeinschaft Rheinen, dem Landwirtschaftlichem Ortsverband und den Landfrauen die Veranstaltung auf die Beine gestellt hat und sich selbst von einer schweren Armverletzung nicht hat stoppen lassen, waren die Spiele offiziell eröffnet.

„Hof Braun“ setzt beim Staffellauf auf richtige Taktik

Und spätestens dann war allen Anwesenden klar: Der Spaß steht bei der Bauernolympiade zwar ganz klar im Vordergrund – doch verlieren möchte hier auch niemand. Das erfreute vor allem Doris Mikus: „Es ist einfach toll zu sehen, wie engagiert die einzelnen Mannschaften hier an den Start gehen.“

Mit ausgeklügelten Taktiken und gut durchdachten Strategien machten sich die einzelnen Teams auf den Weg zu den einzelnen Stationen. Gummistiefel-Boccia, Strohumladen oder Sackhüpfen – an jeder Station war die Spannung zum Greifen nah.

Beim Staffellauf, bei dem in einem Blaumann und überdimensional großen Gummistiefeln ein Parcours überwunden und bei der Stabübergabe auch die Kleidung getauscht werden musste, überzeugte vor allem die Herangehensweise des Teams „Hof Braun“. Schnell war ihr erster Läufer sowieso, doch der Wechsel stellte alle anderen Teams in den Schatten. „Schnell, leg dich hin, Arme hoch, Beine Strecken“, rief Teamleiterin Heidi Braun ihren Akteuren zu. Alle packten mit an – und zack waren die Sachen getauscht. Bestzeit. „Erst kurz vor dem Start stand unsere Taktik fest“, verriet Heidi Braun. Mit fast 30 Leuten war der Reiterhof aus Rheinen vertreten und machte auch bei den anderen Disziplinen eine äußerst gute Figur. Lediglich beim Mathequiz galt laut eigener Aussage: „Mathe, 5, setzen!“ Doch diese etwas schlechtere Leistung fiel anscheinend nicht all zu sehr ins Gewicht. Denn bei der Siegerehrung durch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens stand das Team „Hof Braun“ ganz oben auf dem Treppchen und bekam die so heiß begehrte „goldene Olga“ überreicht.