Oberste Stadtkirche
Festliches Osterkonzert lässt das Publikum jubeln
06.04.2010 | 17:02 Uhr 2010-04-06T17:02:00+0200
Iserlohn. Es ist schon beeindruckend, wie groß der Andrang bei Konzerten in der Obersten Stadtkirche ist - vor allem wenn die Musiker der eigenen Gemeinde dort auftreten.
Am Ostermontag hatten Kantor Hanns-Peter Springer und der Trompeter Stefan Beumers, der den Posaunenchor der Versöhnungs-Kirchengemeinde leitet, zum festlichen Osterkonzert eingeladen, und dass eine solche Einladung einen erstklassigen Musikgenuss verpricht, hat sich offensichtlich längst über die Gemeindegrenzen hinaus herumgesprochen: Das Kirchenschiff war voll besetzt, auch die seitliche Empore war gut gefüllt und kurz vor Konzertbeginn mussten sogar noch Programme kopiert werden, so groß war der Andrang.
Als dritten Mann im Bunde war Jan Esch, erster Trompeter des Philharmonischen Orchesters Hagen, mit dabei. Als Trio hatten die Musiker festliche Werke aus verschiedenen Epochen für zwei Trompeten und Orgel ausgewählt. Neben zwei Sonaten aus dem italienschen Barock sowie einer romantischen Choralbearbeitung von Sigfrid Karg-Elert war die Suite „L'Apocalypse selon St. Jean” des modernen Franzosen Jean Francaix das Hauptwerk des Abends. Mit der für die Franzosen typischen verspielteren und nicht ganz so ernsten Kompositionsweise bot dieses Werk mit teilweise gedämpften Trompeten, klangvollen Fanfaren und volltönig flutenden Passagen erfrischend neue Eindrücke im Vergleich zu den bekannten Barock-Klängen in dieser Besetzung. Mit Händels „Die Ankunft der Königin von Saba” setzten die drei Musiker einen wunderbar festlichen Schlusspunkt.
Hanns-Peter Springer ergänzte das Konzert mit Solowerken für Orgel, wobei auch er erneut neben Bach und Buxtehude viel Unbekanntes hören ließ. Eine poppige Oster-Hymne von Christopher Tambling, eine romantische Toccata von Georges Mac-Master, die in ihrer imposanten Anlage ein wenig nach Widor klang, und eine sanft schwebende Rêverie von Robert Jones brachten Abwechslung und besondere Momente ins Programm. Mit stehenden Ovationen und viel Applaus dankte das Publikum den drei Musikern.
0mitdiskutieren