FDP-Ratsherr Westebbe soll zurücktreten
05.08.2009 | 00:44 Uhr 2009-08-05T00:44:00+0200Iserlohn. Jetzt hat der Fall WEKA auch politische Konsequenzen: Nach der Entdeckung des illegalen Lagers an der Köbbingser Mühle fordern die SPD- und die Bündnisgrüne Ratsfraktion den FDP-Ratsherrn Thorsten Westebbe zum Rücktritt auf.
Westebbe, Jahrgang 1975, bis Ende 2006 Mitgeschäftsführer der WEKA-Destillation GmbH und heute mit Prokura der Firma ausgestattet, deren Geschäfte von seiner Mutter Anita geführt werden, solle, so die Fraktionen, sein Ratsmandat mit sofortiger Wirkung von sich aus niederlegen. „Es hat niemand mehr Verständnis dafür, dass bei derartigen Vorkommnissen über das Mandat Einfluss auf die weiteren Beschlüsse der Politik im Fall WEKA genommen werden könnte”, stellen die grüne Fraktionsvorsitzende Elke Olbrich-Tripp und Vize-Bürgermeister Michael Scheffler (SPD) fest.
Wenn Thorsten Westebbe, der dem Rat seit 2004 angehört, den Rücktritt nicht von sich aus für notwendig erachte, erwarten SPD und Grüne vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Detlef Köpke, „dass er, um weiteren Schaden von der Politik abzuwenden, Herrn Westebbe auffordert, sein Mandat abzugeben.”
Elke Olbrich-Tripp zeigt sich schwer enttäuscht und entsetzt darüber, dass nach dem Brand bei WEKA 2002 weiterhin offensichtlich nicht sauber agiert worden ist. „Hier zeigt sich, wie wichtig Kontrollen und Auflagen sind. Ist es Zufall, dass es gerade ein Mitglied der Partei ist, die Umweltauflagen als Schikane ansehen und unter dem Deckmantel von Bürokratieabbau Kontrollinstanzen abbauen?”
„Die FDP-Fraktion ist jetzt dringend zum Handeln aufgefordert, um weiteren Schaden von der Iserlohner Bevölkerung abzuwenden. Außerdem erfordert es die politische Hygiene, dass nach den unfassbaren Vorkommnissen der letzten Tage politische Konsequenzen gezogen werden”, erklärte Michael Scheffler.
Beide Fraktionen wollen auch von der Verwaltung geklärt haben, wer dafür verantwortlich ist, dass den Hinweisen aus der Bevölkerung auf das Lager an die Aufsichtsbehörden nicht nachgegangen worden ist: „Auch hier sind wir das Hin- und Wegschieben der Verantwortlichkeiten leid.” Eine saubere Aufarbeitung sei schon deshalb notwendig, damit aus den Fehlern gelernt werden könne.
20:23
Vier Mitglieder der Familie sind in der FDP laut der Amtlichen Bekanntmachung des IKZ vom 29.07.09: Thorsten W., (Wahlbezirk 18, Betriebswirt VWA), Karsten W., (Wahlbezirk 19, Chemielaborant), Katrin W., Hotelfachfrau, als Ersatzbewerberin für Wahlbezirk 12: Gunther Kingreen) und Anita W. , Kauffrau, als Ersatzbewerberin für Wahlbezirk 18: Thorsten Westebbe).
Wer nach dem Unfall im WEKA-Chemiepark unter der Firmenbezeichnung WEKA Destillation gegoogelt hat, wird Texte in vielen verschiedenen Sprachen gefunden haben. Es waren sehr viele Sprachen und Schriftzeichen darunter, die uns hier im Westen fremd sind. Das könnte vielleicht bedeuten, dass hier in unserer Waldstadt Iserlohn die Chemie der Länder aufgearbeitet wurde, die von uns aus gesehen im Osten liegen. Da fällt mir gleich die Reaktorkatastrophe von Tchernobyl ein und das Vertrauen, was wir in die Wolken hatten, die seinerzeit aus dem Osten kamen, sowie das Vertrauen in die Informationen von allen öffentlichen Institutionen.
Die Informationspraxis zur Explosion in Sümmern verläuft auf diegleiche Weise: nach und nach werden immer mehr Tatsachen bekannt.
20:22
Man sollte acht geben da HERR WESTEBBE sich nur hat freistellen lassen. D.h. da er auf Platz 3 der Reserveliste in der FDP Iserlohn ist könnte er nach der Kommunalwahl plötzlich wieder im RAT der Stadt Iserlohn sitzen und das ist LEGAL !!! DEHALB AUgen auf bei der Wahl weiterhin ist ein weiteres Mitglied der Familie :Katrin Westebbe als Ersatzbewerberin für Wahlbezirk 12: Gunther Kingreen tätig. Auch hier wäre ein weiteres Mitglied der Familie wieder im RAT der Stadt Iserlohn vertreten !!!!bir
20:19
Wenn er schlau ist und alle mitspielen, wird er nicht zurücktreten, sondern abwarten, bis sich die Aufregung gelegt hat um dann wie Phönix aus der Asche wieder aufzuerstehen.
Das wird eine kleine Weile dauern, aber dann wird es heissen: Business as usual......
08:25
Unglaublich, wie Politiker schon auf lokaler Ebene Einfluss in der Industrie haben und mutmaßlich ihre Macht für ihren eigenen finanziellen Vorteil ausnutzen.
Man kann nicht zwei Herren dienen. Alte Worte, stets aktuell!
Ein politischer Rücktritt ist unausweichlich, mit allen rechtlichen Konsequenzen.
06:56
Hallo, kann mich jemand hier mal auf den aktuellen Stand bringen? Westebbes habe ich VIER auf der Homepage der FDP Iserlohn gefunden. Thorsten (der ist doch nicht wirklich Jahrgang 75 oder? Der sieht eher aus wie Jahrgang 57) und Karsten (ich nehme an der Sohn?). Anita und Katrin sind auf der Reserveliste.
Anita ist die Geschäftsführerin, Karsten Chemielaborant. Thorsten Prokurist. Was macht Katrin bei WEKA? Und wer von den vier ist was in der Familie? Ich vermute Vater, Sohn, Mutter und Schwiegertochter? Bitte korrigieren oder bestätigen.
02:09
... das wir ja immer bunter. Da denkt man über dieses WEKA-Problem nach und dann übersieht man Zusammenhänge, die vielleicht essentiell sind. Unglaublich! Selbstverständlich muss Westebbe zurücktreten!