„Fast Rundumservice für den Stadtverkehr”
21.12.2009 | 17:03 Uhr 2009-12-21T17:03:00+0100
Iserlohn. Alle Jahre wieder gibt es Probleme, wenn es schneit, das ist eben typisch für den Winter. Trotzdem: In der Redaktion häuften sich am Montag vor allem Beschwerden wegen des nach Meinung vieler Bürger unzureichenden Winterdienstes der Stadt.
Die Innenstadt warMontag voll von Menschen, die Weihnachtseinkäufe erledigten. Sie wateten durch einen grauen, rutschigen Matsch - das war beschwerlich beim Laufen und bot kein schönes Bild. Autofahrer brauchten am Morgen teils doppelt so lange zur Arbeit wie sonst.
„Die Stadt macht mehr, als gesetzlich vorgeschrieben”, erklärte Uwe Ziemann, Leiter der Iserlohner Stadtbetriebe. Er verweist darauf, dass die Stadt nur verpflichtet sei, vom Beginn des morgendlichen Berufsverkehrs bis etwa 20 Uhr abends zu räumen. „Tatsächlich bieten wir fast einen Rundumservice für den gesamten Stadtverkehr.”
Am Montag etwa rückten ab 3.30 Uhr die ersten der 25 Beschäftigten beim so genannten Fahrbahn-Dienst aus, räumten zuerst Landes- und Bundesstraßen wie die Westfalenstraße oder die Dortmunder Straße sowie steile Straßen wie die Alexanderhöhe oder die Wermingser Straße wegen des Lieferverkehrs. Doch auf der Wermingser Straße zeigte sich auch deutlich das Problem des Winterdienstes: Das Tausalz wirkt erst ab 5 Grad minus aufwärts, bessere Mittel gibt es laut Uwe Ziemann nicht. Dadurch entstand dann Matsch, der erst fortgeräumt werden musste. Und: Bildet sich eine festgefahrene Schneedecke, ist diese auch nur schwer zu entfernen. Auf der Wermingser fast gar nicht, da dort nur ein „Multicar” eingesetzt werden kann, das statt des Stahl-Pfluges nur eine Gummilippe hat. „Sonst wird das Pflaster beschädigt”, so Ziemann.
Auf dem Alten Rathausplatz und dem Fritz-Kühn-Platz erschwerte das „Kabelgewirr” der Weihnachtsmarkt-Stände die Schneeräumung. „Und dann gibt es auch noch Leute, die ihr Spülwasser am ,Westertor” herunterschütten”, schüttelte Ziemann den Kopf. 16 Fahrzeuge waren im Einsatz, davon sechs von beauftragten Unternehmern. „Im Prinzip wird jede Wohnstraße mindestens einmal am Tag geräumt”, sagte Uwe Ziemann. Nur einige Straßen, bei denen es technische Schwierigkeiten gibt oder die kaum befahren werden, werden ausgelassen.
Ab 5 Uhr waren gestern die 39 Personen des „Handstreudienstes” unterwegs, die sich hauptsächlich um Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und städtische Bürgersteige kümmerten. „Es tut uns leid, wenn es trotzdem zu Beeinträchtigungen kommt”, so Ziemann. Versuche, in der City nachzubessern, scheiterten am Nachmittag laut Ziemann an den Menschenmassen.
Die winterlichen Straßenverhältnisse machten sich auch bei der Unfallbilanz bemerkbar: Polizeipressesprecher Norbert Pusch erklärte, dass von den 18 Verkehrsunfällen am Wochenende neun witterungsbedingte Ursachen hatten. Zwei Personen wurden leicht verletzt.
Ein weiteres Problem: Wie die Stadt mitteilt, kann es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse im Stadtgebiet zu Verzögerungen beim Leeren der Abfallbehälter kommen. Die Firma Lobbe Entsorgung ist bemüht, die Leerung der Mülltonnen möglichst zeitnah nachzuholen. Stadt und Unternehmen bitten um Verständnis.
16:10
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19:00
Noch eine Bemerkung am Rande: Was ist mit der Tatsache, dass die Stadt bei den Anwohnern für Winterdienst kassiert, diesen aber einfach unter den Tisch fallen lässt? Ich rede jetzt von Nebenstraßen, für die man auch kassiert.
09:18
Schon vor dreißig Jahren hat man sich über den schlechten Winterdienst aufgeregt. Immer ist alles schlecht und natürlich sind immer die Politiker und Finanzbeamten der Stadt schuld. Jedes Jahr der selbe Quatsch.
Dieses Jahr ist es auch nicht besser und schlechter als in den letzten Jahren. Man hat es nur nicht mehr so vor Augen, weil es eben schon viele Monate her ist, dass der Winterdienst das letzte Mal benötigt wurde.
07:56
SOWAS KLEINKARIERTES...
LEUTE!, gibt es denn nichts wichtigeres als sich über den angeblich unzureichenden winterdienst auszulassen?? ich selbst war auch die tage öfter mit dem auto unterwegs und bei minus 16grad wirkt nunmal eben kein streusalz...eine defensive fahrweise, ein paar anständige winterreifen haben mich sicher jeden berg hinauf und heruntergebracht...stellt euch doch alle doch mal ein wenig auf das wetter ein (die eine woche inder es mal winter ist)...für das richtige chaos sorgen am ende eh wieder die volldeppen die auf ebener strasse mit sommerreifen queer stehen, oder die ängstlichen mitbürger die schon seit 40-50 jahren den führerschein besitzen, sich aber so verhalten als hätte es dieses jahr zum ersten mal ÜBERHAUPT geschneit...
die jungs der stadtbetriebe machen ihre arbeit schon so gut es eben geht, dass auch schon/noch zu uhrzeiten an denen der ottonormalbürger schon oder noch schläft
also werdet mal bitte nicht ungerecht...
eine festgefahrene schneedecke kann bei -16 grad auch gerne mal überfrieren ...sowas ist eben nicht in ner halben stunde dahingetaut...
20:53
Hallo Herr Ziemann,
in welchem Ihrer Träume ist es vorgekommen, dass die Dortmunder Straße geräumt wurde??? Das ich nicht lache. Ich bin am vergangenen Montag um 8.20 Uhr über die Dortmunder Straße gefahren. Hier war ebenso wie auf der Karl - Arnold - Str., Düsingstraße, Untergrüner Str., etc. nichts ein einziges Fahrzeug geschweige denn Spuren davon zu sehen. Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, man muss nur angemessen fahren. Aber hier mact es denn Anschein, dass gespart wird. Wir wollen ja nicht einen Nothaushalt bekommen. Richtig Herr Ziemann???
17:43
Jeder Bürger ist auch verpflichtet, vor seiner Haustür den Bürgersteig zu räumen. Da interessiert es die Stadt im Fall der Fälle auch nicht, ob der noch Geld für Streusalz hat oder nicht. Komme ich meiner Räumpflicht nicht nach, kann ich verklagt werden, wenn sich jemand dadurch aufs Maul legt. Da wird es keinen Richter interessieren, wie es in meinem Portemonnaie aussieht.
17:14
Bezahlen wir als Hauseigentümer nicht mit den jährlichen Abgaben für die Stadtkasse auch so nebenbei einen Winterdienst? Leider ist mir in den letzten Tagen so jede Aktion seitens der Gebühreneinnehmer entgangen. Vielleicht sind die Mittel ja auch notwendig, um andere tiefe Löcher zu stopfen, wenn Herr Kowalski schon die Mieten für KIM kürzt. Andere können und dürfen so etwas nicht.
Meine Zweifel an der Fähigkeit der städtischen Finanzakrobaten bleiben ungebrochen.
16:49
Noch ne kleine Anmerkung am Rande - Berufsverkehr gibts auch samstags.
16:37
Das Industriegebiet Sümmern-Rombrock und die Sümener Straße dürfen ja auch nicht mehr von Schnee geräumt werden.Die Straßen sind in solch einem desolaten Zustand,wenn da der Schneepflug den Schnee zur Seite räumt,dann hat der die Flickenteppiche und die Reste von Teer gleich mit weggeschoben.Da wird nur ein wenig Salz drüber gestreut,mehr nicht.Die Straßen müssen ja noch ein paar Jahre halten,denn für die Straßensanierung ist im kommenden Jahr kein Geld mehr vorhanden....Der Nothaushalt lässt grüßen.
13:53
Ein kleiner Trost: In Hagen läuft es auch nicht besser :o(