Familienstreit mit der Brechstange

Was wir bereits wissen
Gewalt erzeugt Gegengewalt. Ein Messerstecher wurde jetzt Tage später mit der Brechstange krankenhausreif geschlagen.

Iserlohn..  Nächste Runde im gewalttätigen Familienstreit, bei dem sich jetzt die Vorzeichen umgekehrt haben: Aus dem bisherigen Gewalttäter wurde jetzt ein Opfer. Der Messerstecher, der am 19. Februar an der Hans-Böckler-Straße einen 40-jährigen Iserlohner verletzt hatte, tauchte am Donnerstagabend in der Wohnung seiner Exfreundin an der Untergrüner Straße auf, mit der er einen gemeinsamen sechs Jahre alten Sohn hat.

Dabei sei es zum wiederholten Mal zu erheblichen Auseinandersetzungen gekommen. Auch dem Jugendamt sei der Fall bekannt, hieß es. Dem Vernehmen nach sollen der 29-jährige Iserlohner und zwei seiner „Freunde“ die 25-jährige Iserlohnerin in ihrer Wohnung bedroht haben. Die Mutter der Frau habe um Hilfe gerufen. Der herbeieilende Stiefvater habe den Streit beenden wollen – mit der Brechstange in der Hand. Dabei verletzte er den „Beinahe-Schwiegersohn“ am Kopf. Der Verletzte wurde in eine Spezialklinik in Bochum gebracht. Der „Streitschlichter“ wurde von der Polizei vorläufig festgenommen. Mittlerweile ist der 60-jährige Iserlohner wieder auf freiem Fuß.

Staatsanwalt Bernd Maas erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, dass jetzt gegen beide Streitbeteiligten wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt wird: „Das jetzige Opfer ist der Polizei schon viele Jahre bekannt.“ Dem Vernehmen nach soll der 29-jährige Verletzte die Frau und ihre Familie seit längerem bedroht haben – selbst jetzt aus dem Krankenhaus heraus.