Falsche „Fuffziger“ im Umlauf

Auf der Vorderseite des 50er-Scheins fehlt links das Wasserzeichen.
Auf der Vorderseite des 50er-Scheins fehlt links das Wasserzeichen.
Foto: Kreispolizeibehörde Märkischer
Was wir bereits wissen
Die Blüten sollen auch für Nicht-Experten sehr leicht zu erkennen sein.

Iserlohn..  Augen auf beim Wechselgeld: Es ist wieder Falschgeld im Umlauf. Wie bereits zu Beginn des Jahres zwei Mal berichtet, sind im Nord-Kreis derzeit gefälschte 20- und 50-Euro-Banknoten unterwegs. Nach den Veröffentlichungen hörte die Verbreitung fast schlagartig auf, nun meldet die Polizei aber, dass in den vergangenen Tagen wieder neue Blüten im zweistelligen Bereich zur Anzeige gebracht worden sind.

Man brauche weder ein Erkennungsgerät, noch müsse man ein Experte sein, um die falschen Banknoten zu erkennen, sagt der zuständige Hauptkommissar Michael Voß. Aufmerksam betrachtet, könne man diese wirklich schlecht gemachten Falsifikate an so ziemlich allem erkennen. Allein das Papier der Scheine, die auf herkömmlichem Druckerpapier ausgedruckt wurden, unterscheide sich extrem von dem starken Baumwollpapier, auf dem die echten Scheine gedruckt werden.

Bei den 20er-Scheinen sei beispielsweise auffällig, dass auf der Vorderseite der Streifen Silberfolie auf der rechten Seite im Gegensatz zum echten Schein über keinerlei Glanz verfüge. Auf der Rückseite fehle der mittig, gegen das Licht zu erkennende Perlglanzstreifen komplett. Bei den 50er-Scheinen hingegen fehlt auf der Vorderseite das Wasserzeichen links komplett und die Silberfolie rechts ist zu matt, auf der Rückseite verfügt die „50“ rechts unten nicht über das gewohnte Farbspiel, wenn man den Schein kippt. Die billige Machart, so Michael Voß, sei bei näherer Betrachtung wirklich augenfällig und fühlbar.

Das Geld annehmenund den „Kunden“ merken

Seine Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger: 20er- und 50er-Banknoten genau zu prüfen. Die bisher sicher gestellten Banknoten, die sich als falsch herausgestellt haben, sind mit folgenden Notennummern auf der Rückseite bedruckt: T555..., S900..., S442..., und V255... bei den 20-ern sowie S201... bei den 50-ern. Vor allem an Verkäuferinnen und Kassiererinnen in Geschäften und Tankstellen richtet Michael Voß die eindringliche Bitte, sich im Fall der Fälle richtig zu verhalten: Also den Geldschein nicht an den „Kunden“ zurückgeben, sondern sich genau merken, wie der „Kunde“ aussah und schnellstmöglich die Polizei informieren. „So hätten wir über eine Beschreibung endlich einen konkreten Hinweis auf die Täter“, so der Kriminalhauptkommissar. Denn bisher sei es nicht gelungen, die falschen Geldscheine zurückzuverfolgen.

Michael Voß ist unter 02371/91995118 zu erreichen. Verdachtsfälle nimmt aber auch die Polizei in Iserlohn ( 02371/91990) sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.