Erste Skepsis unbegründet

Vorsitzender Hans Immanuel Herberskonnte am Dienstag viele Mitglieder der UWG-Piraten-Fraktion zum Neujahrsempfang im Seniorenzentrum Waldstadt begrüßen.
Vorsitzender Hans Immanuel Herberskonnte am Dienstag viele Mitglieder der UWG-Piraten-Fraktion zum Neujahrsempfang im Seniorenzentrum Waldstadt begrüßen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die UWG-Piraten-Fraktion blickte auf die ersten Monate der Zusammenarbeit zurück.

Iserlohn..  Danke sagen für ein gutes Miteinander wollten die Mitglieder der UWG-Piraten-Fraktion am Dienstag im Rahmen eines Neujahrsempfanges, zu dem sie ins Seniorenzentrum Waldstadt eingeladen hatten.

Vorsitzender Hans Immanuel Herbers blickte noch einmal zurück auf das vergangene Jahr. „Wir haben noch gar nicht richtig gefeiert, dass wir da sind“, erklärte er mit Blick auf die noch junge Geschichte der Fraktion, die nach der letzten Kommunalwahl gegründet wurde. „UWG und Piraten hätten jeweils gerne mehr Stimmen gehabt. Reinhard Jobs und ich haben uns am Wahlabend in einem Restaurant getroffen, ich habe gleich gemerkt, dass die Chemie stimmt“, so Herbers, der sich damals in „der sehr netten Runde“ der UWG-Mitglieder gut aufgehoben gefühlt hat.

Zunächst wurden die Vorurteile ausgeräumt

Nach mehreren Treffen und intensiven Verhandlungen seien alle bis dahin existierenden Vorurteile ausgeräumt gewesen. „Von unserer Seite hieß es: ,Die UWG ist ein Rentnerhaufen.’ Umgekehrt wurden wir Piraten als ,Chaotenhaufen, der nur vor dem Bildschirm hockt und mit dem man keine Kommunalpolitik machen kann, bezeichnet.“ Immer wieder habe es die Frage gegeben, wie das funktionieren kann. Die Antwort konnte Herbers am Dienstag wie folgt geben: „Uns allen sind Vertrauen und ein gutes Miteinander wichtig. Wir treffen uns gerne zu den Fraktionssitzungen.“ Was die politischen Forderungen angehe, seien sich UWG und Piraten ohnehin in vielen Punkten einig: mehr Bürgerbeteiligung, Förderung des bürgerschaftlichen Miteinanders, soziale Gerechtigkeit, die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule und Mitspracherecht für einzelne Bezirke. Insbesondere Letzteres wollen die Fraktionsmitglieder weiter verfolgen. Zwar sei er sich nicht sicher, so Herbers, was aus der Piratenpartei generell würde, jedoch steht für ihn fest, dass auf kommunaler Ebene „etwas entsteht“.

Erste Erfolge bewertet undin die Zukunft geblickt

Als erste Erfolge – zum Teil auch ohne eigenes Zutun – wertete Herbers unter anderem die Entscheidung für den Kauf der Karstadt-Immobilie sowie die Kritik an den Grünpflegearbeiten des Märkischen Stadtbetriebs (wir berichteten). Zuversichtlich sei er, was den Antrag, das alte IS-Kennzeichen wieder einzuführen, angeht. Für den Haushalt 2015 wollen die UWG-Piraten zwei Anträge stellen: Zum einen fordern sie mehr Blühpflanzen und zum anderen freies, flächendeckendes WLAN für Iserlohn. „Dabei hoffen wir natürlich auf Unterstützung“, so der Vorsitzende.