Erst Sex im Fahrstuhl, dann Hochzeit

Die Vornehme, die Karrierefrau, die Hausfrau und die Junge (v.l.) sind  bei der Revue „Höchste Zeit!“ im Parktheater gerade mal wieder voll in Fahrt.
Die Vornehme, die Karrierefrau, die Hausfrau und die Junge (v.l.) sind bei der Revue „Höchste Zeit!“ im Parktheater gerade mal wieder voll in Fahrt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Wie schon bei „Heiße Zeiten“ ist auch bei der Nachfolgerevue „Höchste Zeit!“ wieder eine vierköpfige Band mit an Bord. Sie begleitet die Damen bei den zahlreichen Songs, darunter viele eingedeutschte Popklassiker.

Iserlohn..  „Höchste Zeit!“ schreibt neue Geschichten aus dem Leben der vier Damen, die mit „Heiße Zeiten - Wechseljahre“ bereits erfolgreich auf der Bühne gestanden haben. Nur wenige Tage nach der Tournee-Premiere machte „Höchste Zeit!“ in der Inszenierung des Theaters im Rathaus Essen und des Euro-Studios Landgraf Station im Parktheater.

Flotte Sprüche sind immer mit dabei

Die Karrierefrau (Charlotte Heinke) will endlich heiraten - und zwar in weiß. Sie logiert in einem vornehmen Berliner Hotel und kann sich daran erinnern, in der Nacht vor dem großen Ereignis Sex gehabt zu haben. Sie ist sich nur nicht ganz sicher, mit wem. Ist deswegen auch der Auserwählte spurlos verschwunden? Die Hausfrau (Angelika Mann), die Vornehme (Heike Jonca) und die Junge (Nini Stadlmann) sind entsetzt, versuchen zu retten, was zu retten ist, sind aber auch mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Flotte Sprüche sind immer mit dabei: „Gibt es eigentlich schon Viagra für Frauen? Und, was soll das machen, blind?“ oder „Natürlich mache ich Diät. Im Moment sogar zwei, von einer wird man ja nicht satt.“ Das Parktheaterpublikum amüsierte sich darüber prächtig.

Wie schon bei „Heiße Zeiten“ ist auch bei der Nachfolgerevue „Höchste Zeit!“ wieder eine vierköpfige Band mit an Bord. Sie begleitet die Damen bei den zahlreichen Songs, darunter viele eingedeutschte Popklassiker aus mehreren Jahrzehnten. Die Texte sind lustig, mal etwas albern oder dann fast schon dramatisch. Die Damen wirbeln, bewegen sich synchron, gleich geht es dann in die nächste Spielszene über. So geht eben Revue und das Quartett meistert das souverän. Gesanglich und schauspielerisch gleichzeitig präsent zu sein, ist schon eine Herausforderung. Qualität bekommt das Stück nicht zuletzt durch die Band: Dezent aber durchaus auch präsent und sehr elegant ist ihr Sound. Das passt!

Im Anschluss gibt es noch Autogramme

Gegen Ende und nach einigen Irrungen und Wirrungen ist dann klar: Die Braut war nicht untreu, der Partner beim Liebesspiel im Aufzug war der Zukünftige, die Hochzeit kann stattfinden. Und mit „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg ist der Revueabend dann bereits bei den Zugaben angekommen. Der Applaus ist durchaus anhaltend, direkt im Anschluss und noch im Bühnendress geben die vier Damen dann noch Autogramme im Foyer. Fröhlich, heiter und aufgeschlossen meisterten sie auch diese Aufgabe.