Erfrischung für tausende Badegäste

Im Heidebad erfrischten sich am heißesten Tag des Jahres Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Im Heidebad erfrischten sich am heißesten Tag des Jahres Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Am heißesten Tag der Saison erlebte das Heidebad einen großen Besucheransturm.

Iserlohn..  Verkehrschaos rund um das Heidebad am bislang heißesten Tag des Jahres in der Waldstadt. Tausende von Besuchern suchen Abkühlung. Mit Kühlboxen, Decken und Schwimmzeug ausgestattet strömen Familien und Freunde ins Freibad.

Dier Ersten wollten schon vor Öffnung des Bades rein

Es ist Schützenfest-Samstag, kurz nach Mittag: Die Sonnen- und Schattenplätze auf den Liegewiesen des Freibades in der Iserlohnerheide sind gut belegt. Am Eingangsbereich bilden sich lange Schlangen. „Schon morgens warteten eine halbe Stunde vor der Öffnung viele Badegäste auf Einlass“, sagt Schwimmmeisterin Ute Tretschok. Damit alles etwas zügiger geht, werden Mitglieder des Schwimmvereins I 95 und Besitzer von Dauerkarten zu zweit durchgeschleust.

Nachmittags am 14 Uhr zeigt die Quecksilbersäule im Schatten des Freibadeingangs 35 Grad an. „Das ist absoluter Rekord um diese Uhrzeit“, sagt die Schwimmmeisterin. „Die letzen Tage war es auch schon gut warm. Da waren immer über 1000 Besucher da. Wir hoffen weiterhin auf einen guten Sommer. Aber es dürften lieber so 25 bis 28 Grad sein.“

Die Hitze mache allen ganz schön zu schaffen. „Die Kinder sind wie die Wirbelwinde. Da müssen wir höllisch aufpassen“, sagt sie mit Blick auf die Beckenaufsichtskräfte. Für ihren Kollegen Martin Wiesemann fällt das Schützenfest aus. „Wenn ich das Bad um 20 Uhr schließe, bin ich platt“, sagt der Fachangestellte für Bäderbetriebe, der bei diesen tropischen Temperaturen auch unter dem Pavillon am Beckenrand reichlich ins Schwitzen kommt. „Unsere Personal muss viel trinken. Fünf bis sechs Liter Wasser, die gehen weg wie nichts.“

Auch den Badegästen gibt Ute Tretschok den Rat, viel zu trinken, die Schattenplätze zu nutzen, Sonnenschutzmittel zu nehmen und Kopfbedeckungen zu tragen. „Bei Kleinkindern ist es ganz wichtig, ihnen im Wasser Hemdchen anzuziehen.“ Am Freitag sei eine Kleine überhitzt und musste mit den Eltern nach Hause geschickt werden.

„Oh, schade“, bedauert ein Mädchen den Aushang, der darauf hinweist, dass die Rutsche defekt ist. Dennoch haben die jungen Badegäste viel Spaß mit ihren Delfinen, Schwimmreifen oder beim Spielen mit Wasserbällen. Adrian (7) lässt sich im Schwimmring am Beckenrand treiben. Seine Schwester Laura (15) hat ein Auge auf ihn, obwohl er schon schwimmen kann. Sie sind mit der Familie bereits seit elf Uhr im Freibad und werden erst am Spätnachmittag den Weg nach Hause in die Innenstadt antreten. Das Heidebad hat am heutigen Montag und Dienstag bis 22 Uhr geöffnet. Und je nach Wetterlage werde die verlängerte Öffnungszeit auch weiter angeboten.