Enten finden genug Futter
07.02.2012 | 16:10 Uhr 2012-02-07T16:10:00+0100
Iserlohn.Die anhaltende Kälte sorgt für heiße Telefondrähte beim Tierschutzverein Iserlohn und Umgebung, wie Vorsitzende Barbara Kemper erklärt: „In den letzten Tagen melden sich bei uns ständig Bürger, die sich um die Enten am unteren Seilersee sorgen. Normalerweise finden sie Futter beim Gründeln, aber jetzt. . .?“ Barbara Kemper will zum einen klarstellen, dass nicht der Verein, sondern die Stadt Iserlohn Halter der Tiere ist. Und fordert zum anderen, dass die Enten gefüttert werden. „Wenn man sich welche anschafft, muss man sich auch darum kümmern“, so die Vorsitzende, die das Problem bei Christian Gernert, der sich bei den Märkischen Stadtbetrieben unter anderem um die Vogelvolieren kümmert, vorgetragen hat. „Er hat zu mir gesagt, es herrsche noch keine Notzeit“, so die völlig überraschte Barbara Kemper, die sich fragt, wann denn dann Not herrsche?
Auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärt Hartmut Sonderhüsken, bei den Märkischen Stadtbetrieben als Betriebsleiter unter anderem für Grünflächen zuständig: „Wir haben das Wohl der Enten im Blick, kontrollieren täglich. Außerdem haben wir extra beim Veterinäramt angerufen, ob wir zufüttern müssen. Davon wurde abgeraten, weil Enten Wildvögel sind, die sich vom Stoffwechsel her sehr gut anpassen können.“
Wer damit liebäugelt, auf dem Seilersee oder anderen Gewässern Schlittschuh zu fahren, wird zurzeit von der Stadt Iserlohn enttäuscht. „Betreten verboten“-Schilder wurden aufgestellt, wann die Eisflächen geprüft und eventuell freigegeben werden, steht nicht fest.
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