Empfang mit Infos aus dem Norden
13.02.2012 | 17:56 Uhr 2012-02-13T17:56:00+0100
Hennen.(jk)Neben guten Gesprächen standen beim Jahresempfang der Ortsvereine Hennen, Rheinen und Rheinermark vor allem informative Reden beziehungsweise Vorträge auf dem Programm.
Vier Geburtstage stehen in diesem Jahr im Iserlohner Norden an, wie Ortsvereins-Sprecher Günter Keller in seiner ebenso kurzen wie amüsanten Begrüßung ankündigen konnte: Der SC Hennen will sein 100-jähriges Bestehen am 17. März sowie vom 26. Juni bis zum 1. Juli feiern. Die Werbegemeinschaft begeht am 12. Mai ihr fünfjähriges Bestehen. Beim 775-jährigen Stadtgeburtstag Iserlohns wollen die Bürger aus Rheinen, Rheinermark und Hennen am 25. und 26. August dabei sein. Und der CVJM-Posaunenchor macht am ersten September-Wochenende das halbe Jahrhundert voll.
Die Bläser stimmten die mehr als 100 Gäste im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hennen musikalisch ein, bevor Reden und Grußwörter starteten. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens kündigte auch noch einmal das Stadtjubiläum an – verbunden mit der Einladung zur Beteiligung an einer „Iserlohn-Revue“. Und dann ging es direkt in den Norden: Was die Dichtheitsprüfungen angeht, so erklärte Ahrens, dass die Gesetzgebung eine lange und wechselvolle Geschichte habe. Die Umsetzung habe vor drei Jahren im Iserlohner Norden begonnen, viele Anwohner hätten das Ganze längst erledigt. Auch durch die bevorstehende Gesetzesnovelle sei eine Dichtheitsprüfung hier nicht vergebens gewesen, da für Wasserschutzgebiete keine Veränderungen zu erwarten seien. Ein weiteres „heißes Eisen“, wie es der Bürgermeister nannte, ist die Zukunft der Schulen und des Standortes Hennen. „Hauptschulen haben als Schulform keine echte Überlebenschance. Ob in das Hauptschulgebäude in Hennen perspektivisch eine vierzügige Gesamt- oder eine dreizügige Sekundarschule einziehen wird, liegt an der Trendabfrage“, so Ahrens, nach dessen Ansicht „eine Gesamtschule in Hennen eine gute Lösung für den Iserlohner Norden“ wäre. Fest steht, dass im Frühjahr die Arbeiten am Bolz- und Spielplatz des Rheinener Dorfgemeinschaftshauses abgeschlossen werden sollen. „Ein Paradebeispiel für ein generationsübergreifendes Angebot“, freute sich der Bürgermeister.
Christian Eichhorn, Leiter der Feuerwehr, nahm das Datum zum Anlass, um über die spezielle Notrufsituation in Hennen zu sprechen. Denn durch die Schwerter Vorwahl werden seit dem Jahr 2005 Notrufe vom Festnetz und auch aus dem Mobilfunknetz an die Leitstelle des Kreises Unna geleitet. Gleiches gelte für Drüpplingsen, Telefonate aus Randbereichen von Letmathe landen in Hagen und aus Bereichen von Kesbern bei der Leitstelle des Märkischen Kreises. Diese für die Berufsfeuer Iserlohn sehr unbefriedigende Sonderregelung betrifft etwa 30 000 Bürger. „Wir haben keinen unmittelbaren Zugriff mehr“, so Eichhorn, der dringend Verbesserungen fordert. Bestrebungen gibt es bereits seit 1992, jedoch haben die damalige Bundesnetzagentur und heute die Telekom sich nicht kooperativ gezeigt. Solange sich nichts ändert, hat Eichhorn nur einen Rat: „Zögern Sie nicht und wählen direkt die Nummer der Iserlohner Feuerwehr 02371/8066!“ Und sollte der Notruf doch in Unna oder anderswo landen, sollten die Anrufer ganz deutlich darauf hinweisen, wo sie wohnen.
Kein Jahresempfang der Ortsvereine Hennen, Rheinen und Rheinermark ohne Zuwendungen für die Jugendarbeit: Diesmal erhielten der MSC Helle und der TC Hennen jeweils 250 Euro für den Nachwuchsbereich. Die Spenden kamen bei den Beachvolleyball- und Fußballturnieren zusammen.
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