Stammzellen-Spender...
Elterninitiative startet „Hilfe für Justin“
03.08.2010 | 21:24 Uhr 2010-08-03T21:24:00+0200Iserlohn.Zum dritten Mal nach 2001 und 2003 verbindet der DRK-Blutspendedienst West im September eine Blutspendeaktion in Iserlohn ganz gezielt mit der Typisierung potenzieller Stammzellen-Spender.
Auf einen solchen wartet nämlich dringend der 5-jährige Justin aus Kesbern. Im Februar 2009 wurde bei dem Jungen erstmals Leukämie diagnostiziert. „Das war für seine Mutter, seine Verwandten und uns alle ein Schlag ins Gesicht“, erinnert sich Andrea Rahmer vom Elternrat des Kesberner Kindergartens „Bärenhöhle“, den Justin besucht. Nach mehreren Chemotherapien schien jedoch alles wieder im Lot zu sein. Man glaubte, die heimtückische Krankheit besiegt zu haben. Dann der erneute Schock vor wenigen Wochen: Justin musste mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus, wo entgegen aller Erwartungen ein Rückfall diagnostiziert wurde. „Und jetzt kann nur noch eine Stammzellen-Spende Justins Leben retten“, macht Andrea Rahmer den Ernst der Lage deutlich. Derzeit erhalte der Junge in einem Dortmunder Krankenhaus erneut eine Chemotherapie. „Wenn die in drei Monaten abgeschlossen ist, wird ein Spender gebraucht.“
Während die Suche danach schon läuft, hat Andrea Rahmer gemeinsam mit ihrem Mann Walter und den ebenfalls im „Bärenhöhle“-Elternrat engagierten Familien Schnittker und Küchenberg derweil die Aktion „Hilfe für Justin“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, möglichst viele potenzielle Spender zwischen 18 und 55 Jahren auf die Blutspende-Termine im DRK-Zentrum am Karnacksweg 35 a am Mittwoch, 8. September, von 9.30 bis 20 Uhr und am Sonntag, 12. September, von 10 bis 15 Uhr, aufmerksam zu machen, bei denen neben dem üblichen halben Liter Blut ein zusätzliches Laborröhrchen für die Typisierung abgenommen wird. Zugleich werden Spenden zur Finanzierung der Typisierung gesammelt.
„Die Laborkosten für einen einzelnen Test belaufen sich derzeit auf 50 Euro, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden“, erläuterte Sabine Gräfe, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes West. Der kann zwar selber nichts zur Finanzierung beitragen, da er seine Blutkonserven nur zum Selbstkostenpreis an die Krankenhäuser abgeben darf, stellt aber das medizinische Personal für die Termine und macht im großen Stil Werbung dafür. „Wir planen unter anderem eine Postwurf-Sendung an 29 000 Haushalte in Iserlohn und Umgebung.“
Kooperiert wird für die Typisierung mit der Westdeutschen SpenderZentrale, einer gemeinnützige GmbH unter Trägerschaft des DRK-Blutspendedienstes und der Uniklinik Essen. Die WSZE, eine der größten Spender-Dateien Deutschlands, bittet unter dem Stichwort „Justin“ um Spenden auf das Konto-Nr. 4 444 444 bei der West-LB Dortmund (BLZ 440 500 00). Die Elterninitiative will am kommenden Samstag, 7. August, von 10 bis etwa 16 Uhr erstmals bei real an der Raiffeisenstraße Waffeln für die Aktion verkaufen und zugleich aufklären. Für Fragen zur Stammzellen-Spende steht dann Anke Hellmich von der WSZE bereit. Denn vielfach sei noch unbekannt, dass die Spende anders als früher beim Knochenmark ohne operativen Eingriff einfach durch eine Blutspende aus der Armvene erfolgt, aus der dann die Zellen herausgefiltert werden.
13:14
Bin gestern über das Blog eines jungen Iserlohners (http://5uxX.de/ed) auf Justin aufmerksam geworden und finde es wirklich klasse, das dieser für eine Blutspende wirbt. Obwohl das Thema eher nicht zu seiner Seite passt, hat er angekündigt ebenfalls zu spenden und das Frett mich richtig, obwohl ich die Person nicht kenne. Auch ich werde spenden!
11:38
mmmmmmm waren lecker die Waffeln
12:08
So, Leute !
Zitat:
Die Elterninitiative will am kommenden Samstag, 7. August, von 10 bis etwa 16 Uhr erstmals bei real an der Raiffeisenstraße Waffeln für die Aktion verkaufen
Also, geht alle am Samstag mal eine Waffel essen ! Oder 2 oder 3 oder noch mehr!
Nehmt für Sonntag welche mit !
Wo?
Das dürfte doch klar sein, ODER ?
22:27
#12
bei der DKMS kann man ein Set bestellen, damit ging man sonst zum Hausarzt, der die Blutentnahme vornahm. Inzwischen geht das auch ohne Blutabnahme, durch einen simplen Wattebausch, mit dem man den Mundinnenraum abwischt.
Es folgt die Laborarbeit und man ist mit seinen Gewebemerkmalen registriert. Diese Labortätigkeit kostet 50€.
21:56
Ich habe mal nachgeschaut aber nichts hilfreiches gefunden. Kann man das auch bei seinem Hausarzt machen? Er ist ja meist am besten über den Gesundheitszustand informiert. Möchte da ja keine falschen Hoffnungen machen.
20:04
Nach oben schieben ist eine gute Idee!!
Ich persönlich werde im September nicht anwesend sein, weil ich nächste Woche schon zur Blutspende gehe. Außerdem bin ich ja eh im Register und derzeit nur für meinen Patienten reserviert.
11:04
Nachfassen möchte ich die Onlineredaktion doch bitten, diese Thema wieder nach oben zu verschieben, damit es wirklich präsent bleibt.
10:56
Die DKMS braucht nur eine Ampulle, dieses ist richtig. Jede Typisierung kostet 50€. Viele spenden Geld, um damit eine Typisierung zu finanzieren oder beides. Das DRK hat die selben Kosten aber ist natürlich auch interessiert, Blutkonserven zu bekommen, welches uns auch alle betreffen könnte.
Das DRK stellt die Räumlichkeiten, Ärzte für die Abnahme usw.
Bei der DKMS ist das ein wenig anders, Räumlichkeiten und Personal muss dabei auch organisiert werden, so gesehen ist der halbe Liter Blut nicht mehr als gerecht.
Wichtig dabei ist auch, alle greifen auf die gleiche Spenderdatenbank zurück.
Aber das alles ist vollkommen egal.
Jeder soll das geben, was er geben kann und möchte. Hier geht es nicht um Profit, hier kann eine Probe Leben retten. Blut bildet sich nach und Geld ist angesichts solch eines Schicksals lachhaft. Dieses sollte man sich immer vor Augen führen.
Ich bitte wirklich jeden, sich in irgendeiner Form daran zu beteiligen, selbst wenn es nur der Kauf einer Waffel am Samstag ist.
Wie hiess es doch vor einer Woche, wir sollten ein neues Wertesystem überdenken, fangen wir damit am besten gleich an.
21:56
Zu solchen Fragen hat der Blutspendedienst Hagen eine Internetseite und eine Hotline.
19:40
Also ist das dann richtig, dass wenn ich für den Jungen nach Iserlohn fahre, muss ich zusätzlich eine Blutspende abgeben aus kostengründen?
Ich habe gelesen, dass man bei starten Rückenproblemen ausgeschlossen wird. Ich habe mich vor einiger Zeit mal am Rücken verletzt und bin das mehr oder weniger am auskurieren. War jetzt nichts schweres. Werde ich jetzt trotzdem ausgeschlossen? Weiß das jemand?