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Verkehrssituation Grundschule Sümmern

Eltern fühlen sich von Ausschuss überrumpelt

27.06.2012 | 18:01 Uhr
Eltern fühlen sich von Ausschuss überrumpelt
Ortstermin an der Grundschule Sümmern.

Sümmern/Iserlohn. Einen wirklich befriedenden Charakter hatte der Verkehrsausschuss am Dienstag leider nicht. Die zahlreich erschienenen Elternvertreter hatten gehofft, zu Wort zu kommen, wenn sich das Gremium schon eigens zu einem Ortstermin an der Grundschule Sümmern trifft. Bei der Begehung der verschiedenen Örtlichkeiten soll den Elternvertretern gesagt worden sein, dass ja später in der Aula noch Gelegenheit bestehe, sich zu äußern. Dort angelangt begann aber direkt die Sitzung. Ausschussvorsitzender Helmut Prange unterbrach den Versuch eines Vaters, das Wort zu ergreifen, sogleich mit der Bemerkung, dass man sich in einer Ausschusssitzung und nicht auf einer Bürgerversammlung befinde. Formal korrekt, einfühlsamer wäre es wohl gewesen, zwischen Begehung und offizieller Eröffnung der Sitzung den Eltern aber auch der Schulleitung die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern.

Einstimmig beschlossen wurde schließlich die Reaktivierung des ursprünglichen Schuleingangs im Bereich der Treppenanlage (wir berichteten). Für rund 6000 Euro soll eine dort vorhandene Querungshilfe über die Straße Burggräfte besser nutzbar gemacht werden (Absenkung der Bordsteine). Denkbar, so Baudezernent Olaf Pestl, sei auch die Ergänzung der Treppenanlage mit einer Rampe, um die Barrierefreiheit des neuen Eingangs herzustellen. 22 000 Euro würde das kosten, die Maßnahme wurde erst einmal zurückgestellt. Stattdessen soll das Tor zum Schulhof (bisheriger Eingang) mit einer elektronischen Schließanlage ausgerüstet werden. Mit einer im Sekretariat aufgeschalteten Sprechanlage soll das Tor dann während der Schulzeit nur bei Bedarf geöffnet werden (Rollstuhlfahrer, Lieferverkehr, Handwerker etc.) Die Kosten für die Tor-Umrüstung belaufen sich auf rund 4000 Euro. Die Schulleitung sieht hier gewisse organisatorische Probleme, soll heißen, das Sekretariat müsse dann auch während des Schulbetriebes permanent besetzt sein. Während der Trainingszeiten von Vereinen in der Sporthalle soll das Tor dann generell geöffnet sein.

Eine weitere Änderung beschloss der Verkehrsausschuss für den Bereich Osterloh. Hier soll ein im Kreuzungsbereich ansetzendes Trenngitter um rund 15 bis 20 Meter in den Osterloh hinein verlängert werden, um das dortige Parken entlang des Schulspielplatzes zu unterbinden. Durch Aussparungen im Gitter soll dieses für Fußgänger und somit auch für Schulkinder passierbar bleiben.

Ergänzend zum Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde vom Ausschuss festgelegt, dass es weitere Geschwindigkeitskontrollen auf der Burggräfte in Höhe der Grundschule geben solle.

Als unglücklich wurde der Verlauf der Sitzung offenbar auch von der Schulleitung empfunden. So erklärte Ressortleiter Klaus-Peter Knops in der Sitzung, die Schulleitung habe bei einem Ortstermin wenige Tage vor der Sitzung lediglich „kleinere Bedenken“ vorgetragen. In einer schriftlichen Stellungnahme der Schulleitung vom Montag sollen diese Bedenken aber gar nicht so klein gewesen sein.

Weiter Forderung nach Zebrastreifen

Im Ergebnis aber hält die Schulleitung die organisatorischen Bedenken wohl doch für ausräumbar. Bleibt ein neuralgischer Punkt: Die Vertreter der Elternschaft, das untermauerten sie im Gespräch mit unserer Zeitung, beharren weiterhin auf einer Lösung mit einem Zebrastreifen. Auf Nachfrage erklärten einige, dass der aus ihrer Sicht auch an der Querungshilfe entstehen könne, die vom Verkehrsausschuss nunmehr als offizieller Überweg über die Burggräfte vorgesehen ist. Hier könnten vielleicht die Enden endlich zusammengebracht werden. Denn zumindest in Teilen der Verwaltung hält man einen Zebrastreifen an dieser Stelle zwar nicht für zwingend erforderlich, will sich dem aber auch nicht in den Weg stellen. So äußerte sich auch der Ausschussvorsitzende.

Von Stefan Drees


Kommentare
28.06.2012
08:32
Eltern fühlen sich von Ausschuss überrumpelt
von marle33 | #2

Ist ja echt nicht mehr wahr. Es geht doch um den Zebrastreifen, wenn ich das richtig verfolgt habe, oder?
Ich kann wirklich nicht glauben, das sich die Politiker so quer stellen?

Vielleicht sollte man mal das Fernsehen einschalten, ist doch lächerlich sowas.

27.06.2012
20:46
Eltern fühlen sich von Ausschuss überrumpelt
von cmaudi | #1

Ja überrumpelt ist der richtige Ausdruck dafür! Da kommen engagierte Eltern und erhoffen sich eine sachliche Diskussion über die Situation an der Grundschule und dann wird man durch unsere Politiker im wahrsten Sinne des Wortes arrogant von oben herab behandelt und darf nicht zu Wort kommen! So geht man nicht mit seinen Wählern um meine Herren!!!

1 Antwort
Eltern fühlen sich von Ausschuss überrumpelt
von truckerchen | #1-1

Ja, wehe man will sich mal politisch etwas engagieren, dann kommen die Herren Politiker, allen voran Herr Prange, und halten ihren fetten Daumen drauf. Bürgernahe Politik geht anders, meine Damen und Herren! Da dürfen sie sich nicht über eine gewisse Politikverdrossenheit wundern!

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