Einsatz für Hunde-Auslaufflächen

Alexandra Carius (2. v. l.), Leiterin der Abteilung Allgemeine Ordnungsangelegenheiten im Rathaus, stellte den Fraktionsmitgliedern beim Stammtisch im „Café täglich“ die Möglichkeiten und Schwierigkeiten vor.
Alexandra Carius (2. v. l.), Leiterin der Abteilung Allgemeine Ordnungsangelegenheiten im Rathaus, stellte den Fraktionsmitgliedern beim Stammtisch im „Café täglich“ die Möglichkeiten und Schwierigkeiten vor.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will beantragen, dass die Stadt Iserlohn zumindest an zwei Standorten Auslaufflächen für Hunde einrichtet.

Iserlohn..  Für die Einrichtung offizieller Auslaufflächen für Hunde wollen sich die Fraktionsmitglieder von Bündnis 90/Die Grünen einsetzen. Das ist das Ergebnis einer langen und intensiven Diskussion, die am Montag mit einem Treffen mit Alexandra Carius, Leiterin der Abteilung Allgemeine Ordnungsangelegenheiten im Rathaus, endete.

Erster Vorstoß bereitsvor drei Jahren

Während einige der Anwesenden davon ausgegangen waren, dass es in Iserlohn bereits offizielle Auslaufflächen gibt, haben sich andere so ein Angebot ausdrücklich gewünscht. Alexandra Carius hatte bereits im Jahr 2012 angeregt, derartige Areale einzurichten, als mögliche Standorte je einen Bereich am Letmather Steltenberg sowie am Nußberg, gegenüber des Hemberg-Parkplatzes, avisiert. Kosten in Höhe von etwa 4000 Euro hatte sie für das Aufstellen von Zäunen veranschlagt. Einen Beschluss und eine entsprechende Umsetzung habe es damals jedoch nicht gegeben.

Dabei, so Alexandra Carius, seien Auslaufflächen dringend erforderlich, gelte doch in Iserlohn ein recht strenger Leinenzwang. „Die Tiere müssen auch einmal frei laufen können“, sagte die Rathaus-Mitarbeiterin nicht nur mit Blick auf die mindestens 3000 großen Hunde, die mehr als 40 Zentimeter groß und mehr als 20 Kilo schwer sind. Im Landeshundegesetz NRW ist nicht festgeschrieben, dass Kommunen solche Areale anbieten müssen. Jedoch ist es in der Nachbarschaft üblich, wie der Blick nach Hamm oder Unna zeigt.

Dem Vorschlag, „doch einfach ein Stück Wald einzuzäunen“, erteilte die Expertin eine Absage, denn dies sei schwierig bis verboten. Auch die Idee, im Duloh offiziell den Freilauf von Vierbeinern zu gestatten, lässt sich schwer umsetzen – dort handelt es sich bekanntlich um ein Naturschutzgebiet. Dass dort trotzdem und illegal regelmäßig ganze Gruppen von Haltern und nicht angeleinten Hunden unterwegs sind, ist der Ordnungsbehörde zwar bekannt, wird aber größtenteils geduldet. Sehen die Mitarbeiter jedoch im Rahmen ihrer Streifen derartige Situationen, dann verteilen sie „Knöllchen“. Etwa ein Dutzend sind es monatlich im gesamten Stadtgebiet. Wobei die Grünen nicht unbedingt strengere Restriktionen, sondern einfach mehr Freiheit fordern. „Wenn Hunde schon erlaubt sind, dann sollten sie auch artgerecht gehalten werden können“, schloss ein Teilnehmer die Debatte, deren Ergebnis ein Antrag an die Verwaltung sein wird.