Ein Ort für mehr als nur Wissensvermittlung

Ebenso wie das Lehrer-Kollegium wird sich der Förderverein den Eltern des ersten Jahrgangs der neuen Gesamtschule  beim Kennenlerntag am 22. Juni vorstellen.
Ebenso wie das Lehrer-Kollegium wird sich der Förderverein den Eltern des ersten Jahrgangs der neuen Gesamtschule beim Kennenlerntag am 22. Juni vorstellen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die neue Gesamtschule hat bereits einen Förderverein. Dessen Mitglieder hoffen, dass Schulausschuss und Rat einen Grundsatzubeschluss zu Gunsten des Schulstandorts Seilersee treffen werden.

Iserlohn..  Sie wissen, dass ihnen eine einmalige Chancen geboten wird und wollen nun alles dafür tun, diese Chancen auch zu nutzen, um Schule nach ihren Vorstellungen und vor allem so zu gestalten, dass sie weit mehr ist als nur ein Ort der Wissensvermittlung. 15 Männer und Frauen gründeten am 8. Juni den Förderverein für die neue Gesamtschule. „Unser Ziel ist es, möglichst alle Eltern des ersten Jahrgangs als Mitglieder zu gewinnen“, hofft Vorsitzende Claudia Kleinschmidt, insbesondere am Kennenlerntag am 22. Juni, an dem sich auch das Kollegium der neuen Schule vorstellen wird, den Förderverein personell zum kommenden Schuljahr auf eine ganz breite Basis stellen zu können.

Neues Aufbauen undeigene Strukturen schaffen

„Eine neue Schule, ein neues Gebäude, neue Kinder: Alle fangen gemeinsam an und wir können gemeinsam etwas Neues aufbauen, weil es eben noch keine festen Strukturen gibt“, zeigt sich einer der Fördervereins-Väter begeistert von der ganz besonderen Herausforderung, nachdem die Schule nach mehrjähriger politischer Auseinandersetzung zum kommenden Schuljahr zunächst im Gebäude der ehemaligen Hauptschule Wiesengrund an den Start gehen wird. Stichwort politische Auseinandersetzung: Dass die Mitglieder des Fördervereins von dem Dauer-Zwist ermüdet sind, ist eine untertriebene Formulierung. Umso größer aber ist nun die Hoffnung, dass am Mittwoch der Schulausschuss und in der kommenden Woche dann der Rat endlich per Grundsatzbeschluss eine endgültige Standortentscheidung treffen werden. Eindeutig ist dabei der Wunsch der Vereinsmitglieder, die zweite Gesamtschule am Campus Seilersee zu errichten. „Die Lage ist einfach optimal, zumal sich im direkten Einzugsbereich auch große Grundschulen befinden“, meint etwa Vorsitzende Kleinschmidt. Doch nicht nur die Vorzüge am See, auch der Widerstand der Anwohner spricht aus Sicht des Fördervereins gegen die Bömberg-Lösung, zumal aufgrund möglicher juristischer Gegenwehr der Bürgerinitiative eventuell eine lange Verzögerung eintreten könnte, bis das Gebäude überhaupt zur Verfügung stünde. „Wir können damit leben, zwei Jahre das Gebäude im Wiesengrund als Provisorium zu nutzen, das reicht aber dann auch“, so ein Vater.

Konzept der Teamschule muss umgesetzt werden

So eindeutig das Eltern-Votum pro Seilersee ausfällt, so eindeutig sind derweil allerdings auch die Forderungen an die Politik, dass in den neuen Räumlichkeiten das pädagogische Konzept der Teamschule umgesetzt werden muss. „Für viele Eltern war es eben gerade dieses Konzept, dass den Ausschlag für die Anmeldung gegeben hat“, sagt Vereinsvorsitzende Kleinschmidt. Abstriche beim Raumprogramm und insbesondere bei der Schaffung sogenannter Teamräume seien daher nicht vertretbar. Gleichzeitig kündigt der Förderverein an, bei der weiteren Bauplanung kreativ und konstruktiv mitarbeiten zu wollen. Claudia Kleinschmidt: „Wir möchten dazu beitragen, dass die neue Gesamtschule unter optimalen Bedingungen an den Start geht.