Ein Forum, das allen Gruppen offenstehen soll

Pfarrer Martin Heider (re.) von der Versöhnungskirchengemeinde überreichte Pfarrer Johannes Hammer ein Pankratius-Bild.
Pfarrer Martin Heider (re.) von der Versöhnungskirchengemeinde überreichte Pfarrer Johannes Hammer ein Pankratius-Bild.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Nach dem Abriss des Hauses der Begegnung hat die Gemeinde nun also wieder eine Heimat.

Iserlohn..  Wenn der Andrang immer so groß wäre wie bei der offiziellen Eröffnung, könnte man fast schon sagen: Das Forum St. Pankratius an der Aloysiuskirche ist ein wenig zu klein geraten. Denn als Pfarrer Johannes Hammer nach der Segnung des Gebäudes Getränke und Essen freigab, herrschte binnen kürzester Zeit dichtes Gedränge vor allem im Foyer. Nach dem Abriss des Hauses der Begegnung hat die Gemeinde nun also wieder eine Heimat.

Die Gemeinde? Das wäre wohl zu eng gefasst, denn der Paderborner Domprobst Joachim Göbel hatte im vorangegangenen festlichen Gottesdienst veranschaulicht, dass hinter dem Namen „Forum“ ein Konzept steht. Göbel erinnerte an die Foren aus der römischen Zeit. Die seien nicht nur Marktplatz gewesen. Alles, was in der Stadt passierte, sei dort wie in einem Brennglas gebündelt erlebbar geworden. Egal, ob große Ereignisse oder kleiner Alltag. Und das, so der Domprobst, sei auch das Vorbild für das Forum St. Pankratius. Die Gemeinde habe bewusst nicht den Namen „Pfarrheim“ gewählt, in den neuen Räumen sollen sich die unterschiedlichsten Gruppen treffen und austauschen können. „Die Kirche öffnet sich“, formulierte es Pfarrer Johannes Hammer.

Fensterfront öffnet den großen Saal zur Kirche

Bei der Segnung wandte sich Hammer ganz nach oben: „Herr, wir haben am heutigen Tag allen Grund, Dir zu danken. Dieses Haus soll Dir helfen, deinen Auftrag zu erfüllen.“ Von den Architekten bekam Hammer bei strahlendem Sonnenschein den symbolischen Schlüssel für das Forum überreicht. Architekt Georg Bathe erinnerte an den insgesamt fünfjährigen Umgestaltungsprozess mit den Stationen Abriss HdB (2012) und dem anschließenden Bau eines Parkplatzes, dem Umbau der Vikarie (2013/2014) und ab 2013 dem Neubau des Forums. Es habe viele Dinge zu entscheiden gegeben, hier und da auch unterschiedliche Meinungen. Das Ergebnis sei aber ein gutes. Klinker als bestimmendes Material bei Baukörper und Vorplatz schaffe eine optische Einheit mit der Aloysiuskirche. 230 Quadratmeter bietet der Hauptsaal, insgesamt sind es gut 500 Quadratmeter Nutzfläche. Durch die große Fensterfront öffnet sich ein schöner Blick auf die Kirche.

Im Gottesdienst sprach auch die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises, Martina Espelöer. Vizebürgermeister Thorsten Schick sagte zur Gemeinde, „sie blicken mit Hoffnung in die Zukunft und haben mit dem Bau des neuen Forums ein Zeichen gesetzt: Die Kirche wird auch im 21. Jahrhundert gebraucht. Sie hat ihren Platz in unserem Leben“.

Das Forum wird natürlich auch für den Pastoralverbund eine zentrale Rolle spielen. So waren zur Einweihung viele Vertreter und die Pfarrer der Gemeinden erschienen, die noch in den Pastoralverbund integriert werden sollen – daran wird zur Zeit gearbeitet. Auch Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Gesellschaft und anderer auch nichtchristlicher Religionen wohnten der feierlichen Eröffnung des Forums St. Pankratius bei. Pfarrer Martin Heider von der benachbarten evangelischen Versöhnungskirchengemeinde überreichte ein Pankratiusbild. Es zeigt die Pankratiusfigur, die in der Obersten Stadtkirche steht.

Bauphase war eine anstrengende Zeit

Für Pfarrer Johannes Hammer, Gemeindemitarbeiter und auch die ehrenamtlichen Gremien war die Planungs- und Bauphase eine anstrengende Zeit. Die Mühen haben sich aber gelohnt!