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Ein entstaubter "Hans im Glück"

03.08.2009 | 16:43 Uhr
Ein entstaubter "Hans im Glück"

Iserlohn. Sieben Jahre lang hat „Hans im Glück” bei seinem Herrn geschuftet, jetzt möchte er endlich wieder nach Hause - „zu meiner Mutter!”

Wie seine Reise verläuft, erzählte der quietschfidele Hans alias Tom Dahl vom Theater Tom Teuer am Sonntag einer großen Schar von Kindern bei der letzten Freiluftaufführung dieses Sommers im Floriansdorf.

Sechs Strohballen, ein paar Gummistiefel, zwei Sonnenblumen und eine Mistgabel - viel mehr braucht Tom Dahl nicht, um in einer knappen Stunde das Grimmsche Märchen zu entstauben und in einen modernen Kontext einzubetten.

Das Thema ist durchaus noch aktuell: so tauscht sich der glückliche Hans munter durch die Weltgeschichte und hält am Ende nicht mehr seinen großen Goldklumpen in den Händen, sondern rein gar nichts. „In dem Stück geht es neben der Liebe zur Mutter um das Besitzen und Loslassen”, erläutert Tom Dahl den pädagogischen Hintergrund und fügt hinzu: „Das Märchen hat mich schon als Kind beeindruckt, und es macht unglaublich Spaß, es auf der Bühne darzustellen.”

Dieser Spielspaß war dem 46-Jährigen von Beginn an deutlich anzumerken. Sofort zog er das Publikum in der Rolle des Erzählers in seinen Bann, indem er seine Zuschauerinnen und Zuschauer direkt ansprach und schließlich in seine Rollenwechsel mit einbezog. Dank der spielerischen Umgestaltung der Utensilien auf der Bühne wurde die Fantasie des Publikums stets aufs Neue angeregt. So bastelte „Hans im Glück” in Windeseile aus ein paar Strohballen ein Pferd, eine Kuh oder ein Schwein. Da muss man erstmal drauf kommen! Spannend auch, wie Tom Dahl mit wenigen Utensilien sein Kostüm veränderte und mal den rappenden Reiter, mal die holde Magd gab.

Patricia Benthien, stellvertretende Kulturbüro-Leiterin, bedankte sich nach der Aufführung noch einmal ausdrücklich beim Förderverein des Parktheaters für die Finanzierung der Freiluftveranstaltungen: „Ohne diese Hilfe müssten wir Eintrittsgelder verlangen.” Auch der Förderverein Kinderbrandschutz habe bei der Organisation ganze Arbeit geleistet, genau wie das Technikerteam des Parktheaters sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Sabrina Kauschke

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