Ein Chorkonzert für den
13.01.2012 | 15:55 Uhr 2012-01-13T15:55:00+0100Iserlohn. Auch wenn vieles in der alltäglichen Zusammenarbeit zwischen den katholischen und evangelischen Kirchenmusikern in der Iserlohner Innenstadt inzwischen selbstverständlich geworden ist und die enge Kooperation zwischen dem Kantorat an der Obersten Stadtkirche und der „Musica Sacra“ an St. Aloysius auch in der öffentlichen Wahrnehmung zur Normalität geworden ist – selbstverständlich und normal ist dieses ökumenische Jahresprogramm, das die Kantoren Tobias Aehlig und Ute und Hanns-Peter Springer nun schon im dritten Jahr veröffentlichen ganz und gar nicht.
Auch wenn vieles in der alltäglichen Zusammenarbeit zwischen den katholischen und evangelischen Kirchenmusikern in der Iserlohner Innenstadt inzwischen selbstverständlich geworden ist und die enge Kooperation zwischen dem Kantorat an der Obersten Stadtkirche und der „Musica Sacra“ an St. Aloysius auch in der öffentlichen Wahrnehmung zur Normalität geworden ist – selbstverständlich und normal ist dieses ökumenische Jahresprogramm, das die Kantoren Tobias Aehlig und Ute und Hanns-Peter Springer nun schon im dritten Jahr veröffentlichen ganz und gar nicht.
Die großen gemeinsamen Projekte der vergangenen Jahre – etwa ein gemeinsamer Orgelzyklus oder eine ökumenische Woche der Kirchenmusik – wird es 2012 zwar nicht geben, der Ansatz, dem Iserlohner Musikpublikum aber ein gemeinsames und damit umso vielfältigeres Konzertprogramm zu bieten, ist ganz grundsätzlich nach wie vor etwas, das im ökumenischen Prozess auf regionaler Ebene eine Vorreiterrolle einnimmt und von beiden Konfessionen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird.
Dass es keine großen gemeinsamen Projekte gibt, liegt laut Hanns-Peter Springer auch daran, dass die Evangelische Kirche bundesweit das Jahr 2012 zum Jahr der Kirchenmusik ausgerufen hat, was ihn als Kreiskantor für den Iserlohner Kirchenkreis in besonderer Weise beschäftigt. Gleichzeitig feiert die Kinder- und Jugendkantorei an der Obersten Stadtkirche ihr zehnjähriges Jubiläum, weswegen Ute Springer als Leiterin der Kinderchöre besondere Großereignisse ins Visier genommen hat (über die „Carmina Burana“ zum Jubiläumsfest haben wir bereits berichtet). Dennoch ist das Jahresprogramm von beiden Konfessionen aus gespickt mit hörenswerten Angeboten.
So feiert in diesem Jahr die Albers-Orgel in der kath. Dreifaltigkeits-Kirche in Wermingsen ihren 20. Geburtstag, wofür sie generalüberholt wird und was mit drei Konzerten im Sommer begleitet wird, unter anderem mit einem erneuten Orgelkonzert von Zuzanna und Tobias Aehlig am 8. Juli. Wer Tobias Aehlig darüber hinaus gerne an der Orgel hören möchte, sollte sich den 4. März, an dem er einen musikalischen Kreuzweg in der St.-Aloysius-Kirche gestalten wird, und die Sonntagsmusik am 22. April vormerken, bei der er neben eigenen Improvisationen auch Werke von Franck und Duruflé spielen wird. Daneben wird zum Jubiläumsjahr 775 Jahre Iserlohn der Gedenktag des Stadtpatrons St. Pankratius (12. Mai) an St. Aloysius in besonderer Weise begangen. Dazu wird es unter anderem ein Chorkonzert mit dem Frauenkammerchor geben. Ansonsten weist Aehlig wie immer auch auf die großen Festtage hin, deren Festgottesdienste er mitunter sehr aufwendig mit seinem Collegium Vocale gestaltet.
Auf evangelischer Seite werden Ute und Hanns-Peter Springer ganz dem Publikumszuspruch folgend die kleinen Konzertformen ausweiten. So wird es zwischen Ostern und Trinitatis acht „kleine Marktmusiken“ von unterschiedlichen Interpreten in der Reformierten Kirche geben. Auch die ebenfalls halbstündigen „Atempausen“ in der Adventszeit werden in der Obersten Stadtkirche wieder zu hören sein.
Die Kinderkantorei lädt neben der „Carmina Burana“ auch zu der Kinderoper „Reineke Fuchs“ (11. und 12. März im Parktheater) und zu dem Konzert „ . . . und weiterhin alles Gute“ am 10. November ein. Die Evangelische Kantorei hat sich hingegen neben vielen anderen Auftritten den „Paulus“ von Mendelssohn am 23. September als zentrales Oratorium vorgenommen. Einen besonderen Konzertzyklus zum Jahr der Kirchenmusik hat Hanns-Peter Springer mit der Reihe „Dorfkirchen klingen“ auf den Weg gebracht. An allen sieben Sonntagen der Sommerferien wird es in verschiedenen Dorfkirchen des Kirchenkreises Konzerte, Kirchenführungen und Begegnungen geben. Die genauen Daten dazu werden noch veröffentlicht. Und natürlich treten Ute und Hanns-Peter Springer an ihrer Schuke-Orgel auch wieder solistisch in Erscheinung.
Neben diesen „Eigenproduktionen“ der Iserlohner Musiker bietet das Jahresprogramm natürlich wieder eine Fülle von mitunter sehr hochklassigen Gastkonzerten. An der Obersten Stadtkirche ist die Iserlohner Musikschule wieder zwei Mal mit Lehrerkonzerten zu Gast. Daneben ist etwa das Klavierkonzert von Johannes Friedemann Knoll mit Sinfonietranskriptionen (24. Juni) oder der Don Kosaken Chor von Serge Jaroff am 27. Januar) zu erwähnen. An der Aloysius-Kirche stechen die Uraufführung der „Messa die Requiem“ des heimischen Komponisten Gilbert Große Boymann als Gemeinschaftskonzert des Hagener Bach-Chores und der Mendener Kantorei (25. März) oder das Neujahrskonzert 2013 (13. Januar) mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Olpe heraus.
Das Programmheft liegt ab sofort an allen öffentlichen Stellen aus. Dazu ist es im Internet unter www.kantorei-iserlohn.de und www.musica-sacra-iserlohn.de abrufbar.
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