Ein buntes Fest für Akzeptanz
06.09.2009 | 17:05 Uhr 2009-09-06T17:05:00+0200
Iserlohn. Am Ende des Christopher Street Days der Schwul-lesbischen Initiative Märkischer Kreis auf dem Marktplatz wurde es noch einmal ganz still.
Mit Kerzen in den Händen gedachten die Initiatoren und Gäste den Menschen, die wegen ihrer gleichgeschlechtlichen Liebe benachteiligt werden oder gar zu Tode gekommen sind.
Diese Schweigeminute machte besonders deutlich, dass es bei dem zum neunten Mal stattfindenden Fest der Märkischen Schwulen- und Lesbenszene nicht allein ums fröhliche Feiern sondern auch um Gedenken und Information geht. Denn wichtig ist den Initiatoren vor allem, auf die nach wie vor bestehenden Vorurteile und die Ungleichbehandlung von Lesben und Schwulen aufmerksam zu machen. „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern nur Gleichstellung”, so Oliver Hanitz, Sprecher der Schwul-lesbischen Initiative Märkischer Kreis (SLIMK). Noch immer sei es Tatsache, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften - selbst wenn es sich um verheiratete Paare handelt - den heterogenen Partnerschaften nicht gleichgestellt sind. Dass sich die Situation für Schwule und Lesben zwar verbessert habe aber noch immer nicht von einer wirklichen Akzeptanz und Gleichberechtigung die Rede sein kann, machte Barbara Lewald, Vize-Bürgermeisterin der Stadt Menden, bei ihren Worten zur Eröffnung des Festes deutlich: „Aus Felsbrocken, die unseren Weg gepflastert haben, sind Steine geworden.”
Neben der Mendenerin zeigten viele weitere Politikerinnen und Politiker ihre Solidarität. So besuchten unter anderem der künftige Bürgermeister Iserlohns, Peter Paul Ahrens, die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag sowie die Landtagsabgeordneten Thorsten Schick, Angela Freimuth und Marc Ratajczak das Fest. Mit besonderer Spannung wurde Mendens neuer Bürgermeister Volker Fleige erwartet, der sich offen zu seinem Schwulsein bekennt, es aber nicht an die große Glocke hängen möchte. „Ich trage das nicht wie eine Monstranz vor mir her”, sagte er und steht dabei gelassen seinen Kritikern gegenüber. „Ich habe eine gusseiserne Psyche, und außerdem ist das Thema durch”, so Volker Fleige.
Das Feiern kam an diesem Samstag auf dem Iserlohner Marktplatz natürlich nicht zu kurz. Das Moderatoren-Team Hedy Pollmann-Lünenschloß und Ingo Düe führte durch ein gut zehnstündiges Unterhaltungsprogramm mit viel Musik, Travestie, Interviews und Modenschau. Absoluter Höhepunkt war am Abend der Auftritt von „Ikenna” aus Berlin, die - oder besser - der eine umwerfende Whitney-Houston-Show hinlegte und mit glamouröser Ausstrahlung die Herzen der Festgäste höher schlagen ließ.
Trotz des mittelprächtigen Wetters konnten sich die Veranstalter wieder über eine große Publikumsresonanz freuen. „Wir möchten auf jeden Fall im kommenden Jahr die zehnte Auflage starten”, erklärte Oliver Hanitz, der gleichzeitig hofft, dass sich mehr Sponsoren aus der Wirtschaft finden, die das Fest unterstützen. Gleichzeitig freute er sich über den großen Zuwachs an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die rund um das Fest für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
21:23
Tolle Geschichte, weiter so....
08:51
An Moderation:
Bitte um Sperrung des Nutzers asgard und Entfernung seiner stetigen diskriminierenden und unverschämten Kommentaren
Vielen Dank.
08:02
Mein Fall ist es nicht, aber wenn die Menschen glücklich sind, soll es halt so sein.
Ich sag immer, Hauptsache gesund :-)
04:27
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18:55
Ein tolles Fest in Iserlohn.
Ein Vielfalt von Menschen, die mit Spass und friedlich das Fest genossen haben.
Die Mischung aus politischen Runden und dem wirklich grandiosen Künstlern und Gruppen aus nah und fern - einfach klasse.
Ein dickes Komplimet an die Veranstalter und Organisatoren!
Dieses ehrenamtliche Engagement verdient Hochachtung - meine ist an dieser Stelle sicher.
09:35
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04:03
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