Ehrenamtliche Hilfe ist vielfältig

Die Gründungsversammlung „Runder Tisch Flüchtlinge in Iserlohn“ am gestrigen Abend im „Café täglich“ ist auf ein großes Interesse gestoßen und hat zahlreiche Anregungen für alle Beteiligten zusammen getragen.
Die Gründungsversammlung „Runder Tisch Flüchtlinge in Iserlohn“ am gestrigen Abend im „Café täglich“ ist auf ein großes Interesse gestoßen und hat zahlreiche Anregungen für alle Beteiligten zusammen getragen.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Der erste „Runde Tisch Flüchtlinge in Iserlohn“ brachte am Dienstagabend viele Akteure zum besseren kennen lernen zusammen.

Iserlohn..  Groß war die Beteiligung am ersten „Runden Tisch Flüchtlinge in Iserlohn“ am Dienstag Abend im „Café täglich“. Hier trafen sich Vertreter aus Politik, der Verwaltung, kirchlichen Institutionen und Hilfswerken, Organisationen, Selbsthilfegruppen- und netzwerken und aus dem schulischen Bereich, denen das Schicksal der in Iserlohn ankommenden Asylbewerber nicht gleichgültig ist, und die mit aktiver Unterstützung dafür sorgen wollen, dass in der Waldstadt eine Willkommenskultur geschaffen wird.

Gleich zu Beginn machte Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens deutlich, dass durch die zahlreichen Krisenherde in dieser Welt, die Flüchtlingswelle nach Deutschland nicht abebben werde. Daher stelle man sich auch in der Verwaltung die Frage „Wie gehen wir damit um, wie können wir das bewältigen?“. Deshalb sei aus Sicht der Stadt Iserlohn jede ehrenamtliche Hilfe und eine gezielte Kooperation ganz wichtig.

Engere Kooperation ein zentrales Diskussionsthema

Die 1. Beigeordnete Katrin Brenner und Ordnungsamtsleiterin Angela Schunke skizzierten dann die Aufgaben des Bereichs Integration und Aufenthaltsrecht im Rahmen der Durchführung von Asylverfahren bei der Stadt Iserlohn. Derzeit werden dort 290 Asylantragsteller und 40 Folgeantragsteller in vielfältiger Weise betreut. Dabei hob Katrin Brenner auch die gute Zusammenarbeit mit ehrenamtlich tätigen Institutionen wie dem Flüchtlingsnetzwerk hervor, aber auch die Rolle der IGW, die bei der Beschaffung von Wohnraum hilfreich ist und die gute Kooperation mit z.B. der Diakonie.

Jeder Teilnehmer des „Runden Tisches“ stellte dann seine Aktivitäten im Bereich der Flüchtlingshilfe vor. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement in dieser Stadt ist. Lob gab es aber auch für die städtische Verwaltung selber, die im Vergleich zu anderen Städten sehr gute Arbeit leisten würde. Kontakte schaffen, sich gegenseitig kennen lernen, um sich dann besser vernetzten zu können, das war ein vorrangiges Ziel dieses runden Tisches. Dabei wurde aber auch die Forderung laut, ob es nicht Aufgabe der Stadt sein könne, eine Koordinierung herbei zu führen. „Wir können stolz auf das sein, was hier passiert“, lobte Katrin Brenner das Engagement, warnte aber auch, dass dafür gesorgt werden müsse, dass manche Hilfe nicht doppelt angeboten werde.