Dietrich Walther Honorarprofessor
14.10.2009 | 16:44 Uhr 2009-10-14T16:44:00+0200
Iserlohn. Bereits vor längerer Zeit wurde der Präsident der privaten Iserlohner Hochschule BiTS, Dr. h.c. Dietrich Walther, von der Kiewer Nationalen Universität zum Honorarprofessor berufen (wir berichteten).
Der Festakt zur Ernennung fand jetzt anlässlich der Feierlichkeiten zum 175. Gründungstag der Universität statt.
Dietrich Walther nahm die Ehrung im Beisein seiner Frau Barbara in Kiew entgegen. Die hohe Auszeichnung erfolgte durch die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität, die eine führende Position unter den 15 Fakultäten der größten und bedeutendsten Universität der Ukraine mit rund 20 000 Studierenden einnimmt.
In der Begründung der Universitätsprofessur spielt der von Dietrich Walther in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät initiierte „Ukrainisch-Deutsche Lehrstuhl für Ökologisches Management und Unternehmertum” eine besondere Rolle. Dieser Lehrstuhl ist europaweit einmalig und wird im Bereich der Forschung, Lehre und Publikationstätigkeit eng mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine zusammenwirken. Er soll von ukrainischen und deutschen Unternehmen gefördert werden und wird staatlich unterstützt. Noch im Herbst dieses Jahres wird das neue Studienprogramm für Bachelor- und Masterstudiengänge nach internationalen Vorbildern erarbeitet.
Mit dem für Dietrich Walther typischen unternehmerischen Geist wurden auch bereits erste deutsch-ukrainische Projekte einer nachhaltigen Entwicklung angeschoben. Dazu zählen der Bau einer Pelletfabrik, um Holzabfälle als Brennstoff zu verwerten und erneuerbare Energien voranzubringen, aber auch ökologische Modernisierungen der Kommunal- und Wohnungswirtschaft der Ukraine sowie Pläne für einen Green-Tech Park in Kiew. Gespräche hierzu fanden bereits im September am Rande der internationalen Wirtschaftskonferenz Campus Symposium an der BiTS in Iserlohn statt. Thematisch befasste sich das diesjährige Symposium - in Anlehnung an den Umweltstudiengang „Green Business Management” - mit der Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie in Unternehmen.
Mit dem von Dietrich Walther in Kiew in Russisch verlegten Buch zum Green Business als Milliardengeschäft wurde eine Reihe von Publikationen eröffnet, zu der bald auch ein Wegweiser für nachhaltige Unternehmensgründungen sowie ein erstes ökologisches Wörterbuch zählen werden. „Um mehr Umweltbewusstsein durchzusetzen, muss man zuerst einmal verstehen, warum Klimaschutz heute genauso wichtig ist wie Wirtschaftswachstum und soziale Sicherheit”, erklärte Dietrich Walther in seiner Antrittsrede vor dem Senat der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Als Gastgeschenk überreichte er in Erinnerung an seine Zeit als Leasingunternehmer für Büromöbel und -technik aus seiner privaten Sammlung eine über 100 Jahre alte Mignon-Schreibmaschine. Die Studenten der Fakultät überraschten den neuen Lehrstuhlleiter mit einem Folkloreprogramm, das zu seinen Ehren vor rund 800 Studierenden und Hochschullehrern im Audimax der Universität Kiew gegeben wurde.
Die Lehrstuhlarbeit in Kiew wird von einem ukrainisch-deutschen Team unterstützt. Professoren sowie Studierende der Iserlohner BiTS erhalten Gelegenheit, an geplanten Austauschprogrammen mitzuwirken.
11:48
... wenn man in der Ukraine genügend Geld auf den Tisch legt, bekommt man jeden Titel. Wie kann man nur so Titel-geil sein, Herr Prof. (ukr.) Dr. (ukr.) Walther? In diesem Aufzug machen sie sich doch nur lächerlich! Green business ist in der Ukraine sicherlich kein Thema, dort geht es doch erst einmal darum, einigermaßen durch den Winter zu kommen!