Die Vorbereitung
12.01.2012 | 17:54 Uhr 2012-01-12T17:54:00+0100
Iserlohn.Während die politische Auseinandersetzung über die Iserlohner Schulentwicklung gegenwärtig ruht, herrscht hinter den Kulissen Hochbetrieb.
Mit einem Bündel von Aufträgen verabschiedete sich der Rat nach seiner letzten Sitzung in die Winterpause, die nunmehr von der Schulverwaltung abgearbeitet werden.
Zentrales und auch entscheidendes Thema ist dabei die Vorbereitung für die vom Stadtparlament beschlossene Trendabfrage bei den Eltern aller Drittklässler, welche weiterführende Schulform sie sich für ihr Kind ab dem Schuljahr 2013 wünschen, berichtet Schul-Ressortleiterin Katrin Brenner im Gespräch mit unserer Zeitung. Der eigentlichen Abfrage, die am 29. Februar beginnen und am 15. März enden soll, geht eine umfangreiche Information über das in Iserlohn bereits vorhandene und künftig vorstellbare Angebot voraus. In dieser Woche werden zunächst interessierte Lehrer bei Veranstaltungen im Ratssaal über Neuerungen in Kenntnis gesetzt. Im Anschluss beginnt dann die Elterninformation.
Am 18. Januar lädt die Schulverwaltung in die Grundschule Sümmern ein, am 29. Januar in die Grundschule Kilian in Letmathe, am 25. Januar findet eine Informationsveranstaltung in der Grundschule Wiesengrund statt, am 26. Januar erneut im Ratssaal. Beginn der Elterninformation ist jeweils um 18 Uhr. Überdies plant die Verwaltung gegenwärtig eine weitere, allerdings noch nicht terminierte Veranstaltung für türkische Eltern.
Während Katrin Brenner damit rechnet, dass die Ergebnis der Trendabfrage von der Statistikstelle im Rathaus bis spätestens Ende März ausgewertet sein werden, ist das politisch entscheidende Datum der 21. Mai. In der Sitzung des Rates an diesem Tag wird die Vorentscheidung fallen, ob eine zweite Gesamtschule in Iserlohn am Standort Hennen errichtet wird. Grundlage für das politische Votum werden dann nicht allein die Ergebnisse der Abfrage sein, sondern auch finanzielle und bauliche Fakten, da in der Sitzung die Kostenkalkulationen für die Errichtung der zweiten Gesamtschule an dem Standort im Iserlohner Norden vorgestellt werden. „Das ist natürlich der entscheidende Tag. Und nach meiner ganz persönlichen Einschätzung kann es eigentlich nur wenige politische Entscheidungsmöglichkeiten geben: Wenn sich bei der Trendabfrage genügend Eltern für die Gesamtschule entscheiden und die für Hennen entstehenden Kosten politisch akzeptiert werden, wird in der Sitzung umgehend der Errichtungsbeschluss gefasst. Wird der finanzielle Rahmen aber gesprengt, während der Elternwunsch nach einer zweiten Gesamtschule vorhanden wäre, müssen wir so schnell wie möglich einen alternativen Standort finden.“
Parallel zur aktuellen Gesamtschul-Debatte kommt derweil auch Bewegung in die Sekundarschul-Thematik. „Es hat erste, rein informelle Gespräche zwischen den Hauptschulen und den Realschulen gegeben“, berichtet Ressortleiterin Brenner, die eine „vorsichtige Annäherung“ der potenziellen Sekundarschul-Partner ausmacht, zu denen sich allerdings noch die Gymnasien, die Gesamtschule oder ein Berufskolleg als Anbieter der Sekundarstufe II gesellen müssten, um die Chance auf das Abitur nach neun Jahren in der weiterführenden Schule zu gewährleisten.
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