Die südliche Innenstadt aus ihrer Mitte heraus mit Leben füllen

Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW (r.), übergibt den Schlüssel und das Schild für den neuen „Bürgerraum Südstadt“ an den Vorsitzenden des Vereins Südstadt Iserlohn, Christoph Menne.
Olaf Pestl, Geschäftsführer der IGW (r.), übergibt den Schlüssel und das Schild für den neuen „Bürgerraum Südstadt“ an den Vorsitzenden des Vereins Südstadt Iserlohn, Christoph Menne.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
IGW-Geschäftsführer Olaf Pestl übergibt den neuen „Bürgerraum“ am Fritz-Kühn-Platz an den Verein Südstadt Iserlohn

Iserlohn..  Das lange Warten hat sich für den Bürgerverein Südstadt Iserlohn gelohnt – sein neues Domizil am Fritz-Kühn-Platz ist ein echtes Schmuckstück geworden. Nach der Schließung des Quartiersbüros an der Peterstraße hatte der Bürgerverein, der die Aufgaben des im Zuge des Projektes „Soziale Stadt“ eingerichteten Quartiersmanagements fortsetzt, eine kleine Irrfahrt hingelegt und sich Mal im Lutherhaus, im Tersteegenhaus oder im Friederike-Fliedner-Berufskolleg getroffen. Am Gründonnerstag hat er nun seinen neuen „Bürgerraum Südstadt“ bezogen, nachdem Olaf Pestl von der IGW den symbolischen Schlüssel an den Vorsitzenden, Christoph Menne, übergeben hatte.

Die originale Stadtmauerwird wieder sichtbar

Die IGW hatte den verwinkelten, dreiteiligen Gebäudekomplex am Bilstein gekauft, zu dem auch die kleine zum Fritz-Kühn-Platz gelegene Fachwerkwohnung gehört, und nun mit der schrittweisen Sanierung begonnen. Dabei, das erklärte Olaf Pestl bei der feierlichen Übergabe am Donnerstag, habe man so manche Überraschung erlebt. Ein Fundament habe man zum Beispiel gar nicht gefunden, was nun nachträglich gelegt wurde. Dafür habe man Teile alter Bruchsteinmauern entdeckt und sichtbar gelassen – in der Sanitäranlage wohl sogar von der originalen Iserlohner Stadtmauser. Dass der Übergabetermin seit November letzten Jahres mehrmals verschoben wurde, wird vor dem Hintergrund solcher unvorhergesehener Funde verständlich. Sein Dank galt all den Handwerksunternehmen, die hier so fabelhafte Arbeit geleistet haben.

Baudezernent Mike Janke ordnete die Eröffnung des Bürgerraums in das Gesamt-Projekt „Südliche Innenstadt“ ein. Man sei dabei immer schnell versucht, nur die greifbaren, städtebaulichen Investitionen aufzuzählen. Das eigentliche Leuchtturm-Projekt sei aber die Arbeit des Bürgervereins, der das Ganze im Sinne der „Sozialen Stadt“ erst mit Leben fülle. Diese Arbeit mit den verschiedenen Arbeitsgruppen, historischen Stadtteilführungen, Stadtteilzeitung, der Ausrichtung des Frühlingsfestes und vielem mehr kann nun im Herzen des Quartiers direkt am zentralen Platz gegenüber der Bauernkirche, der ja im Jahr 2016 ebenfalls ein neues Gesicht bekommen soll, fortgeführt werden. Und mehr noch: Mit dem Projekt „Südstadtgärten“, einem „Social-Urban-Gardening-Projekt“, das nun direkt vor der Tür auf dem Fritz-Kühn-Platz verwirklicht werden soll, kann der Verein noch einen Schritt weiter gehen und sich endlich einen lang gehegten Wunsch erfüllen.