Die Hospizarbeit weiter stärken

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser (Mitte) informierte sich auch
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser (Mitte) informierte sich auch
Foto: IKZ
Politik will ehrenamtliches Engagement über Parteigrenzen hinweg fördern

Iserlohn..  Um ein sehr sensibles Thema ging es beim Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser im Johanniterzentrum an der Hansaallee. Im Vordergrund standen die Hospizarbeit und geplante Gesetzesänderungen zur Sterbebegleitung.

Rund 80 000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind in Deutschland in der Hospizarbeit aktiv, berichtete Voßbeck-Kayser, die auch die schwierige Situation der Angehörigen und engen Freunde ansprach. „Da kommen oft Menschen in eine Situation, die man nicht kennt und auf die man nicht vorbereitet ist“, so die CDU-Frau. Um hier engmaschig Hilfe leisten zu können, müsse ein noch besser vernetztes Angebot geschaffen werden. Die Politik, versprach Voßbeck-Kayser, sei über die Parteigrenzen hinweg dazu bereit, dieses bürgerschaftliche Engagement weiter zu erhalten und zu stärken.

Bessere Verzahnung mit Hauptamtlichen gewünscht

Die letzte und oft leidvolle letzte Lebensphase würden rund zwei Drittel der Betroffenen im Krankenhaus verbringen, und dies, obwohl zumeist der Wunsch besteht, diesen letzten Abschnitt in häuslicher Umgebung zu erleben, besagen die Erfahrungen der am Gespräch beteiligten Birgit Niehaus-Malytczuk vom Regionalvorstand der Johanniter, Jutta Voß, Fachbereichsleiterin Soziale Dienste, Bettina Wichmann, Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes, und Jutta Beißner, Leiterin Marketing und Kommunikation. Eine bessere Verzahnung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Hospiz-Mitarbeitern könne manchem Betroffenen diesen Wunsch schneller möglich machen.

Einen ganz anderen Gedanken brachte dann noch Christel Voßbeck-Kayser in die Diskussion ein. Seit Jahren liege der Fokus der öffentlichen Diskussion auf der Betreuung von Kindern. Dies sei wichtig und sinnvoll. Doch mit Blick auf die demografische Entwicklung müssten auch „Seniorentagesbetreuer“ ausgebildet werden, die es älteren Menschen erlauben, länger in ihrem häuslichen Umfeld verweilen zu können.

Ausführlich ließ sich die CDU-Bundestagsabgeordnete dann noch über die „Kleine Raupe“, den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Johanniter, informieren. Mit diesem Hospizdienst im Märkischen Kreis für junge Menschen soll unter anderem den Angehörigen Freiraum geschaffen werden.

Barrierefreie Räume für die „Kleine Raupe“ gesucht

Bei der Unterstützung werden natürlich in erster Linie die Bedürfnisse und Wünsche des kranken Kindes berücksichtigt, aber auch die Bedürfnisse der Familie des betroffenen Kindes. Dabei erfuhr Christel Voßbeck-Kayser auch, dass die Johanniter für die „Kleine Raupe“ noch barrierefreie Räumlichkeiten suchen, wie Jutta Beißner betonte.