Der Widerstand wächst
26.03.2010 | 16:46 Uhr 2010-03-26T16:46:00+0100Iserlohn. Die Gegner des Moscheebaus in Barendorf wollen das Vorhaben der Ahmadiyya-Gemeinde nun mit Hilfe eines Bürgerbegehrens zu Fall bringen.
Am Tag nach der positiven Antwort der Verwaltung auf die Bauvoranfrage der Gemeinde kündigte Friedrich Densborn als einer der Wortführer gegen den Moscheebau an, am Samstag ab 11 Uhr vor dem Rathaus Unterschriften sammeln zu wollen, um durchzusetzen, dass alle wahlberechtigten Iserlohner zur Abstimmung über den umstrittenen Bau aufgerufen werden.
Die Auseinandersetzung um den Moscheebau gewinnt eine ganz neue Dimension. Denn neben dem Aufruf zur Beteiligung an dem Bürgerbegehren versammelt dessen Initiator Densborn seit dem 8. März via Internet Unterstützer gegen den Bau in Barendorf. Unter der Adresse einer Kontaktplattform im weltweiten Netz haben sich bereits rund 1600 Menschen aus der Region als Gegner des Vorhabens der Ahmadiyya-Gemeinde positioniert. „Für Iserlohn ist das eine bemerkenswerte Hausnummer”, meint Densborn im Gespräch mit unserer Zeitung und kündigt zudem die Gründung einer Bürgerinitiative an.
Ob der Moschee-Bau an sich mit einem Bürgerbegehren verhindert werden kann, dürfte allerdings fraglich sein. Laut Paragraph 26 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen sind Abstimmungen dieser Art über die Aufstellung, Änderung, Ergänzung und Aufhebung von Bauleitplänen unzulässig. Das aber ist Friedrich Densborn durchaus bewusst. „Wir werden die Frage so formulieren, dass sie das Thema auf andere Art und Weise aufgreift”, weiß er, dass im Zweifelsfall nur der indirekte Weg an das Ziel führt.
Keinen Hehl macht Friedrich Densborn daraus, weswegen ihm das Vorhaben der Ahmadiyya-Gemeinde ein Dorn im Auge ist. „Es geht mir nicht darum, den Bau einer Moschee oder irgend eines anderen Gotteshauses zu verhindern. Einige meiner besten Freunde sind Muslime, ich lasse mich auch ganz bestimmt nicht in eine rechte Ecke stellen. Die Ahmadiyya-Gemeinde aber ist eine Sekte, die von den Muslimen selbst abgelehnt wird.”
4600 Unterschriften von sechs Prozent der wahlberechtigten Iserlohner müssen gesammelt werden, um eine Entscheidung des Rates über das Bürgerbegehren herbeizuführen. Das Stadtparlament prüft dann die Zulässigkeit des Begehrens. Ist diese gegeben, kommt es zu der eigentlichen „Volksabstimmung”.
Keine fundierte Einschätzung zur Zulässigkeit des Bürgerbegehrens kann die Stadt gegenwärtig abgeben. „Es kommt auf die Frage an, die gestellt wird”, erklärt Werner Bunnenberg als Leiter der Abteilung städtebauliche Planung. Rechtsamtsleiter Stefan Bartels sieht hohe Hürden, vor denen Initiator Densborn steht. „Hier geht es nicht um eine vom Rat getroffene Entscheidung, die angefochten wird, sondern um die Anwendung von Gesetzen durch die Verwaltung”, räumt der Jurist der Zulässigkeit des Begehrens nur mäßige Erfolgschancen ein.
18:10
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16:03
@ Peter bitte definieren sie mir ihrer Vorstellung von dem Begriff Hetzte!
Wenn es um die Meinungäußerung einer zugelassen Partei gehen sollte, dann erweisen sie ihnen hiermit einen Bärendienst, wenn sie keine sachlichen Argumente anbringen können.
13:58
Danke Herr Densborn, dass Sie den Protest auf eine sachliche und ehrliche Ebene gezogen haben, indem Sie die Leute, die mit einem Flyer hetzen wollten, ausgeschlossen haben.
12:21
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16:53
@ nachdenklich auch ich habe mich bei Wikipedia über die Ahmadiyya informiert und auch der Ahmadiyya-Site welche für Leute die genau lesen doch ziemlich simpel die Ziele der armen verfolgten Sekte darlegt nämlich Weltherrschaft und Einheitsglaube bis zum Jahre 2135 für alle Juden,Moslems,Hindus,Christen und andere.Was mich im übrigen an eine kleine unbedeutende Partei in Deutschland erinnert die bis zum 30.Januar 1933 ebenfalls verfolgt und teilweise Verboten war. Da hat die auf der Festung Landsberg geschriebene Doktrin auch keiner gelesen. Und ein nützlicher Idiot im Sinne Lenins ist der nicht denkt und hinterfragt .
16:37
nformiert Euch doch erstmal über Ahmadiyya. Ich empfehle Wikipedia. Informiert Euch mal darüber, welchen Verfolgungen die Ahmadiyya von den Moslems ausgesetztt waren. Das die türkischen DITIB-Anhänger die Moschee nicht wollen, sollte uns doch zu denken geben. Das ist wohl der sogenannte Applaus von der falschen Seite. Die sich der ablehnung anschließenden Deutschen sind dann eher in der Rolle der leninschen nützlichen Idioten anzusiedeln.
16:09
Nachtrag zu Post 21
das könnte dann auch den Horizont der Verwaltung erweitern .
16:07
Dank an den IKZ für einen jounalistisch neutralen Artikel der andere Blickwinkel (Sekte ) zulässt. Zur Information der Iserlohner Bürger wäre ein Artikel der sich mit Herkunft und Zielen der Sekte beschäftigt mal ein Denkansatz.
16:05
..erst mal verkaufen, dann bauen lassen und später dann mal darüber nachdenken wie man die dann bestehenden Probleme beseitigt ?
15:30
Grade im Internett gefunden:
Nein zur Ahmadiyya Moschee in Pankow-Heinersdorf
http://www.ipahb.de/
und :
Ahmadiyya-Moschee in Schlüchtern
www.moschee-schluechtern.de