Den Schutz der Kinder an der Wiemer erhöhen

Michael Korkut hat am Mittwoch die Pläne zur Umgestaltung der Wiemer vorgestellt..
Michael Korkut hat am Mittwoch die Pläne zur Umgestaltung der Wiemer vorgestellt..
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Beim Umbau der Straße sorgt lediglich der geplante Abbau der Ampel an der Bauernkirche für Widerstand.

Iserlohn..  Grundschüler im dreistelligen Bereich strömen allmorgendlich über die Wiemer, um die Südschule zu erreichen. Hinzu kommen die mehr als 100 Kinder, die die fünf Gruppen der AWo-Kita direkt an der Wiemer besuchen. Und auch außerhalb der Schul- und Kindergarten-Stoßzeiten ist das Fußgängeraufkommen wegen des sehr gut angenommenen Spielplatzes, aber auch wegen der beiden Moscheen im unteren und der griechisch-orthodoxen Kirche im oberen Bereich, extrem hoch. Gleichzeitig ist die Wiemer aber auch ein Musterbeispiel für wildparkende Autos, zugestellte Wege und oft auch für Verkehrschaos.

Ausbau soll im Zuge der Kreisverkehre 2016 erfolgen

Die Stadt hat das erkannt, und möchte das kurze Straßenstück zwischen Bauernkirche und Ragweg im Zuge des groß angelegten Straßenausbaus in der südlichen Innenstadt neu gestalten – vor allem unter dem Gesichtspunkt, die Fußgänger und besonders die vielen Kinder, die hier unterwegs sind, zu schützen. Am Mittwochabend haben Michael Korkut, Leiter der Verkehrsplanung, und Gabriele Bilke, Leiterin Stadtplanung, die Pläne im Rahmen einer Bürgerbeteiligung vor Ort vorgestellt. Demnach soll die Wiemer zweigeteilt werden. Der untere Bereich zur Altstadt hin soll ein verkehrsberuhigter Bereich werden – eine Spielstraße mit drei Stellplätzen für Kurzparker, an deren Ende ein Wendekopf eingerichtet werden soll, der den Verkehr in geordnete Bahnen lenkt. Der obere Bereich zum Radweg hin soll in direkter Nähe zum Spielplatz für den normalen Verkehr gesperrt werden.

Die Pläne zur Verkehrsberuhigung stießen am Mittwoch auch bei Uli Römer, Leiter der Südschule, und Britta Holthermer-Schmidt, Leiterin des Kindergartens, auf Zustimmung. Dass allerdings die Ampel zwischen Wiemer und Bauernkirche einem Fußgängerüberweg mit einer Verkehrsinsel weichen soll, sorgte für Widerstand. Für die Kinder sei eine klare Ampelregelung am verständlichsten und am sichersten. Das würde auch in der Schule so mit den Kindern geübt. Gabriele Bilke versicherte, diese Anregungen noch einmal bei der weiteren Planung aufzugreifen. Ohnehin müssen die politischen Gremien die Planung noch beschließen. Der Umbau der Wiemer soll nach jetzigem Planungsstand dann Mitte 2016 erfolgen, wenn der zweite Kreisverkehr an der Schlacht fertiggestellt ist.