Das Wetter hatte das Fest im Griff

Obwohl der Festzug am Sonntag abgesagt worden war, ließen es sich die Stenner-Abiturienten nicht nehmen, eine Runde durch die Stadt zu drehen.
Obwohl der Festzug am Sonntag abgesagt worden war, ließen es sich die Stenner-Abiturienten nicht nehmen, eine Runde durch die Stadt zu drehen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Auf einen tropisch heißen Samstag folgte ein gewittriger Sonntag: Das IBSV-Schützenfest litt am Wochenende unter extremen Wetterschwankungen. Sogar der Festzug am Sonntag wurde abgesagt.

Iserlohn..  Das Schützenfest 2015 wird als Fest der Wetter-Extreme in die Annalen des IBSV eingehen. Während am Freitag und Samstag die fast unerträgliche Hitze mit Spitzenwerten an die 40 Grad die Menschen schwitzen ließ, sorgten heftige Gewitter am Sonntag dafür, dass der große Festzug aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste. Sehr zum Bedauern von Oberst Petereit und natürlich dem neuen Königspaar Ralf Wille und Kirsten Greitzke, die sich so gefreut hatten, sich „ihrem Volk“ präsentieren zu können. Es war das erste Mal in der Geschichte des IBSV, dass der Zug komplett abgesagt werden musste, wie der 2. Vorsitzende Georg Fischer erklärte. Die Absage, so traurig sie auch war, stieß bei Bürgermeister und Landrat sowie den Musikern auf Verständnis – Sicherheit geht vor.

Betroffen vom Unwetter am Vormittag war auch die Internationale Musikparade im Hemberg-Stadion. Statt einer großen Show auf dem Spielfeld erlebten die Zuschauer die Bands hautnah. Die Auftritte der Kapellen wurden nämlich kurzfristig unter das Tribünendach verlegt.

Die Nachricht, dass der große Sonntags-Festzug abgesagt wird, verbreitete sich schnell über die sozialen Netzwerke, hier wurde auch während des Samstags noch heiß über den Einsatz von Pferden beim Festzug diskutiert. Fest steht, dass keines der Pferde auf der rund 2800 Meter langen Strecke Schaden genommen hat. Im Gegensatz zu einigen Zuschauern, die mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten. Um dem vorzubeugen, hatten sich die Festzugteilnehmer mit ausreichend Wasser versorgt

Für Ärger beim Festzug hatte die Abiturientia des Stenner-Gymnasiums gesorgt. Ein längerer Zwischenstopp ihres Festwagens auf dem Alten Rathausplatz hatte lange Lücken zur Folge. Auf der Höhe angekommen, gab’s dafür eine Standpauke von den Zug-Organisatoren.

Fest-Freitag zog die meisten Menschen auf die Höhe

Dabei hatte das Fest so gut begonnen. Am Freitagabend drubbelten sich so viele Besucher auf dem Festgelände wie selten zuvor, darunter auffällig viele junge Leute, die ausgelassen Party machten. Am Samstag dann wollte sich die Höhe nicht so recht füllen, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Immer wieder tanzten die Gäste zur Musik der Kapellen, Bands und DJs. Da war für jeden Musikgeschmack etwas dabei – von Polka und Schlagern bis Deep Purple. Die Iserlohner und ihre Freunde von auswärts feierten bis spät in die Nacht auf dem Freigelände, während der Besuch in der Parkhalle doch arg zu wünschen übrig ließ.