„Das Thema Parkhalle bitte nicht zerreden“

Katrin Brenner suchte in ihrem Bürgermeister-Wahlkampfbüro an der Gartenstraße das Gespräch mit CDU-/IBSV-Pressesprecher Fabian Tigges, IBSV-Oberst Hans-Dieter Petereit und dem zweiten IBSV-Vorsitzenden Georg Fischer.
Katrin Brenner suchte in ihrem Bürgermeister-Wahlkampfbüro an der Gartenstraße das Gespräch mit CDU-/IBSV-Pressesprecher Fabian Tigges, IBSV-Oberst Hans-Dieter Petereit und dem zweiten IBSV-Vorsitzenden Georg Fischer.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner suchte im Gespräch mit dem IBSV nach Kompromissen für die Zukunft der Alexanderhöhe und der Parkhalle.

Iserlohn..  „Iserlohn braucht einen Ort, wo bis zu 1200 Menschen feiern und große Events stattfinden können“, wünscht sich die Erste Beigeordnete Katrin Brenner nach der Entscheidung des Rates, den Neubau einer Veranstaltungshalle auf dem Gelände der Alexanderhöhe weder durch einen privaten Investor noch als städtische Investition weiter zu verfolgen.

Im Gespräch mit den beiden IBSV-Vorsitzenden Hans-Dieter Petereit und Georg Fischer und CDU-/IBSV-Pressesprecher Fabian Tigges betonte sie in ihrem Bürgermeister-Wahlkampfbüro an der Gartenstraße: Es müsse gewährleistet sein, dass es in den nächsten Jahren keine Lücke für das Schützenfest und die übrigen IBSV-Veranstaltungen gebe, auch wenn die Halle irgendwann abgerissen werde. „Die Diskussion ist vor allem vor dem Hintergrund eines mehrheitlichen Ratsbeschlusses – gegen die Stimmen der CDU – die Parkhalle abzureißen, von großer Relevanz“, erklärte Tigges im Vorfeld.

Städtische „Schützenhilfe“ für Realisierung einer Halle

Wie berichtet, entschied der Rat im April jedoch lediglich, dass der Iserlohner Investor Prof. Dr. Dietrich Walther städtische „Schützenhilfe“ für die Realisierung einer privaten Veranstaltungshalle erhalten solle – mit den Stimmen der CDU. Der Abriss der Parkhalle stand nicht zur Debatte. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, eine Konzeption zur Attraktivitätssteigerung des Parktheaters und der gesamten Außenflächen der Alexanderhöhe zu erarbeiten.

Dazu hat es nach der Ratsentscheidung erste Gespräche mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Mitgliedern des Verwaltungsvorstandes mit Vertretern des IBSV gegeben. Auch Katrin Brenner sucht nun gemeinsam mit dem IBSV nach machbaren und langfristigen Lösungen für den Traditionsverein.

Der Ratsbeschluss sieht vor, dass der IBSV als traditioneller Hauptnutzer der Alexanderhöhe in die Planungen einzubeziehen ist. Wörtlich heißt es in dem Verwaltungspapier dazu: „Die Alexanderhöhe ist der Veranstaltungsort für das Schützenfest. Somit ist bei allen angedeuteten Überlegungen der Freiraum so zu gestalten, dass das Schützenfest in der bekannten Form stattfinden kann und Möglichkeiten bestehen, adäquat auf zukünftige Veränderungen reagieren zu können. Bei einem Wegfall der Parkhalle würde das Schützenfest nur durch räumlichen Ersatz durch ein Zelt durchgeführt werden können, was wiederum in die Gesamtplanungen auch der Freiflächen einzubeziehen wäre. Bei einer baulichen Erweiterung des Parktheaters ist daher auch die technische Infrastruktur, welche für das Schützenfest unumgänglich ist, baulich mit vorzuhalten.“

Wie schon beim Gespräch mit den Stadtvätern machten die Vertreter des IBSV im Gespräch mit Katrin Brenner deutlich, dass sich der Verein nach wie vor für den Erhalt der Parkhalle oder für den Bau einer neuen Multifunktionshalle auf der Alexanderhöhe ausspricht. „Eigentum verpflichtet“, betonte Hans-Dieter Petereit mit Blick auf den Zustand der Parkhalle. Wie berichtet, veranschlagt die Stadt für die Sanierung und den Erhalt der Halle für die nächsten 20 Jahre Kosten in Höhe von über 12 Millionen Euro.

„Die Stadt ist in der Verantwortung“

Nach dem Ratsbeschluss müsse gewährleistet sein, dass weiterhin neben dem Schützenfest auch IBSV-Veranstaltungen wie das Traditionsessen, der Königs- und Neujahrsball auf der Alexanderhöhe stattfinden können. Das zu erarbeitende Konzept solle in Abstimmung mit dem IBSV erarbeitet werden, wie Dr. Ahrens es im erwähnten Gespräch zugesichert hat. Dabei gelte es räumliche Alternativen, alternative Verkehrsführungen und Kosten zu ermitteln. „Die Stadt ist in der Verantwortung“, bestätigte die Erste Beigeordnete Katrin Brenner die getroffenen Absprachen. „Ich möchte auf keinen Fall, dass das Thema Parkhalle so zerredet wird wie die Schulentwicklung.“ Hans-Dieter Petereit betonte: „Der IBSV ist zu Kompromissen bereit.“