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Klimaolympiade 2012

Bürgermeister zählt zu den Ersten

10.08.2012 | 17:03 Uhr
Bürgermeister zählt zu den Ersten
Energieberater Martin Wulf und Iserlohns Klimabeauftragte Ulrike Jostmann freuen sich, dass Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens mit gutem Beispiel voran geht, und als erster seine Meldekarte für die „Klimaolympiade“ abgegeben hat.

Iserlohn. Mit einem großen Markt der Möglichkeiten ist am letzten Juli-Wochenende die Iserlohner „Klimaolympiade“ auf dem Bahnhofsvorplatz eingeläutet worden. Die Auftaktveranstaltung war aber nur der Startschuss. Die eigentliche Klimaolympiade geht jetzt erst richtig los.

In den kommenden 12 Monaten sind alle Bürger aufgerufen, ihre Maßnahmen in Sachen Energieeffizienz zu melden. Hiermit treten sie in einen Wettkampf der Stadtteile um die Goldmedaille ein. Erfolge und somit Punkte können in den fünf Disziplinen – Baulicher Wärmeschutz, Gebäudetechnik, Solarstrom (Photovoltaik), Energieberatung und Stromeinsparung – errungen werden.

Als gutes Vorbild ist Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens einer der ersten gewesen, der seine Meldekarte abgegeben hat. Er hat im Frühjahr dieses Jahres das Dach seines Hauses gedämmt und auf den neuesten Stand gebracht und so seinen Heizwärmebedarf deutlich gesenkt. Da auch Maßnahmen, die im letzten halben Jahr umgesetzt worden sind, noch in die Wertung einfließen können, holte er damit wertvolle Punkte für den Ortsteil „Bömberg/Tyrol“ im Stadtteil „Zentrum“.

„Wenn jemand aus Letmathe beispielsweise eine Solaranlage installiert hat, oder in Sümmern eine neue Heizung in Betrieb ging, dann meldet er sie bei uns an,“ erklärt Energieberater Martin Wulf von der Verbraucherzentrale das Prozedere, „die dadurch eingesparte Energie wird mit einem bestimmten Rechenschlüssel in Klimapunkte bezogen auf die Einwohnerzahl des jeweiligen Stadtteil umgerechnet.“

Punkte und Gewinner werdenregelmäßig bekannt gegeben

Die Punkte finden Eingang in eine Tabelle, die jeden Monat in unserer Zeitung veröffentlicht wird. Die regelmäßige Bekanntgabe des Rankings macht die Aktion das ganze Jahr über für alle Beteiligten spannend. Den Hauptpreis gibt es am Ende für den Stadtteil mit den meisten Punkten. Zusätzlich wird aus allen Einsendungen monatlich ein Energiesparpaket im Wert von etwa 150 Euro verlost. Getreu dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ können sich sowohl Eigentümer als auch Mieter und Vermieter an der Klimaolympiade beteiligen. Einzige Voraussetzung ist, dass das betroffene Gebäude auf Iserlohner Stadtgebiet steht.

Initiator der „Klimaolympiade“ ist das Netzwerk „iserlohnenergieklima“. Unter Federführung der Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Ulrike Jostmann, haben sich, unter diesem Namen, Fachleute von Unternehmen, Vereinen, Organisationen und Verwaltung sowie Freiberufler zusammengeschlossen.

Meldekarten für die „Klimaolympiade sind erhältlich bei allen Netzwerkpartnern und in den Sparkassenfilialen in Iserlohn sowie unter www.iserlohn.de. Hier stehen auch weitere Informationen über das Netzwerk „iserlohnenergieklima“ zur Verfügung.


Kommentare
10.08.2012
22:05
Bürgermeister zählt zu den Ersten
von Grindelwald | #2

Verständlich, dass die Berechnung auf Basis der Einwohnerzahl der Stadtteile erfolgt. Aber schon mal darüber nachgedacht, dass die sozialstrukturelle Zusammensetzung in den Stadtteilen doch arg differiert? Jede Wette, dass ein Stadtteil mit einem hohen Anteil solventer EigenheimbesitzerInnen gewinnen wird!

10.08.2012
21:29
Bürgermeister zählt zu den Ersten
von truckerchen | #1

Klimaolympiade schön und gut, aber warum wird der Verkehr ausgeschlossen? Schließlich trägt der motorisierte Individualverkehr (MIV) einen sehr großen Anteil am Ausstoß klimaschädlicher Emissionen.

Vielleicht müsste man dann im Rathaus zugeben, dass es an allen Ecken und Enden an der Radinfrastruktur in Iserlohn mangelt?! Warum sonst macht man nicht, wie schon sehr viele Kommunen, beim Stadtradeln mit? Deutschlandweit hat man aktuell mehr als 6 Mio Kilometer zusammengeradelt und somit ungefähr 900.000 Tonnen CO2 eingespart.

http://www.stadtradeln.de/

1 Antwort
Bürgermeister zählt zu den Ersten
von Grindelwald | #1-1

Schwierige Frage natürlich, wie sich der Umstieg aufs Rad sicher messen lässt. Kaufquittung fürs neue Fahrrad oder Pedelec? Kilometerprotokoll wie bei "Mit dem Rad zur Arbeit"?

Sinnvoll wäre auch ein Anerkennen von ÖPNV-Fahrten, insbesondere Monatstickets. Denn so manch Haus-IsoliererIn und Photovoltaik-DachlerIn hat vor der Tür den dicken SUV und donnert damit zur Arbeit (und die Kinderchen bis ins Klassenzimmer).

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