Bürgermeister hat zweite Amtszeit im Blick

Amtsinhaber Dr. Peter Paul Ahrens hat jetzt offiziell seine Bereitschaft für eine erneute Kandidatur für die Bürgermeisterwahl bekannt.
Amtsinhaber Dr. Peter Paul Ahrens hat jetzt offiziell seine Bereitschaft für eine erneute Kandidatur für die Bürgermeisterwahl bekannt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
SPD-Nominierungsparteitag soll am 20. Juni über Kandidatur von Dr. Peter Paul Ahrens entscheiden.

Iserlohn. Im „VOI“ (ehem. „Pura Luna“) hat am Donnerstag Amtsinhaber Dr. Peter Paul Ahrens offiziell seine Kandidatur für eine weitere (fünfjährige) Amtszeit als Iserlohner Bürgermeister bekannt gegeben. Eingeladen dazu hatte der SPD-Stadtverband. Begrüßt wurden die Gäste von der Stadtverbandsvorsitzenden Hanna Schulze sowie dem Fraktionsvorsitzenden Dimitrios Axourgos. Das letzte Wort über die Ahrens-Kandidatur hat dann der Nominierung-Parteitag der Sozialdemokraten, der am 20. Juli stattfinden wird.

Auf verschiedenen Posten seit 22 Jahren für die Stadt tätig

Eine Einladung hatten – bis auf CDU und AfD – auch die weiteren im Rat der Stadt Iserlohn vertretenen Parteien erhalten. So waren unter anderem die Ratsmitglieder Elke Olbrich-Tripp und Harald Eufinger (Bündnis 90/Grüne), Michael Huff (Die Linke) und Helmut Baumhardt (UWG) unter den Gästen. Auch die FDP war eingeladen, hatte aber keinen Teilnehmer entsandt. Darauf legt der Fraktionsvorsitzende Detlef Köpke großen Wert. Die Redaktion fragte Elke-Olbrich-Tripp, ob denn die Iserlohner Bündnisgrünen durch ihre Anwesenheit die Ahrens-Kandidatur unterstützen würden? Olbrich-Tripp verwies auf den noch anstehenden Parteitag der Bündnisgrünen, dort werde sich dann entscheiden, ob ein eigener Kandidat aufgestellt wird. Dr. Peter Paul Ahrens seinerseits hatte noch Freunde sowie zahlreiche Mitglieder seines Unterstützerkreises zur Bekanntgabe seiner Kandidatur eingeladen.

In seiner etwa 20-minütigen Rede, die mehrfach von Applaus überbrochen wurde, blickte Dr. Peter Paul Ahrens noch einmal auf seine inzwischen 22 Jahre lang andauernde Tätigkeit für die Stadt Iserlohn zurück, zunächst als Kämmerer, später als Baudezernent und die letzten sechs Jahre dann als Bürgermeister.

„In den letzten Jahren hat sich in dieser Stadt vieles zum Guten verändert“, erklärte Ahrens. „Kritiker haben mir immer wieder vorgeworfen, ich würde nicht oft genug auf den Tisch hauen. Damit beeindruckt man vielleicht den Tisch, aber – wer auf den Tisch haut, kann und will sich nicht mit Worten und Argumenten durchsetzen.“

Dr. Ahrens stellte seine Rede auf vier Säulen: „Iserlohn die lebendige und urbane Stadt“, mit ihren zahlreichen Aktionen und Festen, die sich in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger etabliert haben. „Iserlohn, die soziale Stadt“, dort besonders den Ausbau der „Werkstatt im Hinterhof“ und die Stärkung des Ehrenamtes. „Gerade dem Ehrenamt bringe ich große Wertschätzung entgegen.“ Und: „Iserlohn, die wirtschaftlich gesunde Stadt.“ Nach der Finanzkrise 2008 und 2009 habe es mit 42300 Stellen in Iserlohn einen Tiefstand der angebotenen sozialversicherungspflichtigen Arbeits- und Ausbildungsplätze gegeben. „Heute gibt es wieder 46 100, also fast 4000 Arbeits- und Ausbildungsplätze mehr in der Stadt.“ Und letztlich: „Iserlohn, die Bildungsstadt.“ Ahrens: „Ich habe schon 2010 einer zukunftsweisenden Schulentwicklungsplanung mit dem Ziel, die Bildungslandschaft in Iserlohn im Jahr 2020 zu definieren, eine hohe Priorität eingeräumt.“

Dr. Peter Paul Ahrens richtete den Blick auf eine weitere Herausforderung: „Ich denke an die Aufnahme von Flüchtlingen, die der Stadt viel abverlangen wird. Es ist für uns ein Gebot der Menschlichkeit und Nächstenliebe, diese Menschen bei uns aufzunehmen, ihnen dabei zu helfen, dass sie sich bei uns wohl fühlen, um dann eines Tages, wenn sie das möchten, echte Iserlohnerinnen und Iserlohner werden zu können.“

Schützen- und Friedensfest wird es auch künftig geben

Zum Schluss schnitt Dr. Ahrens auch das Thema der Gestaltung der Alexanderhöhe an. „Die Diskussion ist im Moment sehr emotional. Nach dem aktuellen Ratbeschluss gibt es keine Zweifel an der Zukunft des IBSV-Schützenfestes auf der Alexanderhöhe, aber auch nicht an der Zukunft des Friedensfestes auf dem Fritz-Kühn-Platz. Für besondere Veranstaltungen auf der Alexanderhöhe ist ein Anbau oder Neubau eines Veranstaltungsraumes zur Attraktivitätssteigerung des Parktheaters vorstellbar.“