BSV-Vorsitz ist keine Last, sondern Erholung

Ehrenoberst Lothar Kortenjann (rechts) beglückwünschte Rainer Lewe (links) und ernannte Jörg Elsner zum Ehrenvorsitzenden des BSV.
Ehrenoberst Lothar Kortenjann (rechts) beglückwünschte Rainer Lewe (links) und ernannte Jörg Elsner zum Ehrenvorsitzenden des BSV.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Drüpplingser Schützen wählen Rainer Lewe einstimmig zum Nachfolger von Jörg Elsner.

Drüpplingsen..  Einstimmig hatte der Bürgerschützenverein Drüppling­sen am Freitagabend Rainer Lewe zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt, und jeder Kamerad wollte dem Nachfolger von Jörg Elsner in der folgenden kurzen Pause die Hand schütteln, ihm Glück und gutes Gelingen für seine neue Aufgabe wünschen. „Ich weiß noch gar nicht, wie mir geschieht, ich muss das erst einmal sacken lassen“, zeigte sich Lewe mit seinen ersten Worten als neuer Vorsitzender positiv erschüttert, als er sich bei den Mitgliedern wenig später für die einstimmige Wahl und den damit einhergehenden Vertrauensvorschuss bedankte und gleichzeitig seinen Vorgänger über den grünen Klee lobte: „In diese Fußstapfen zu treten, wird mir schwer fallen.“

Das Herz schlägt seit Kindertagen für den BSV

Am Tag danach und mit einigen Stunden Abstand klingt aus jedem Satz, den der 45-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung formuliert, der Stolz mit, künftig dem 530 Mitglieder zählenden Verein aus dem Iserlohner Norden vorstehen zu dürfen. „Ich bin, als ich es endlich durfte, mit 16 Jahren in den BSV eingetreten und somit seit 29 Jahren Mitglied“, berichtet Lewe, dass sein Herz für den BSV schon seit Kindertagen heftig pocht. Denn der Bürgerschützenverein vereint für den König von 2011 alles das, was Drüpplingsen zu einem lebens- und liebenswerten Dorf macht: „Jeder steht für den anderen ein, wir sind eine tolle Gemeinschaft, die über die Mitgliedschaft in diesem Verein eng zusammengewachsen ist. Wenn jemand Hilfe braucht, sind die anderen da. Nicht nur, wenn es um den BSV geht, sondern in allen Lebenslagen. Und selbst wenn es einmal Unstimmigkeiten gibt, was bei mehr als 500 Mitgliedern gar nicht ausbleiben kann, dann lösen wir das intern, fair und respektvoll.“

Wie er die Rolle des ersten Vorsitzenden interpretieren möchte, hat Rainer Lewe für sich selbst derweil noch nicht abschließend beantwortet. Größere Kurskorrekturen aber in der Führung des Vereins hält er angesichts der Leistungen seines Vorgängers für nicht angebracht und auch gar nicht nötig. „Sicherlich werden wir uns über die Gestaltung des Schützenfestes Gedanken machen, da die Besucherzahlen am Montag leider etwas rückläufig sind. Diesen Prozess hat aber der alte Vorstand bereits eingeleitet, darauf werden wir aufbauen. Alleingänge wird es aber weder dabei, noch bei anderen Themen geben, Entscheidungen treffen wir nur gemeinsam.“

Ein Kurs, mit dem die Drüpplingser Schützen in der Vergangenheit gut gefahren sind, wie auch bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend einmal mehr deutlich wurde. So hat der Verein nach der Entscheidung zum Bau der Schützenhalle an der Heidestraße, die maßgeblich die Amtszeit von Jörg Elsner geprägt hat, bereits binnen eines Jahrzehnts einen Großteil der Darlehen zurückgeführt. „Eine tolle Sache“, stellte Kassierer Dirk Meermann fest, dass die Eigenkapitalquote des BSV mittlerweile bei 81 Prozent liegt. Elsner schied somit mit dem durch Fakten unterlegten guten Gefühl aus dem Amt, seinem Nachfolger und dessen ebenfalls neu gewähltem Stellvertreter Udo Jodat einen grundsolide aufgestellten Verein zu übergeben. „Ihr seid immer da, Ihr seid das Rückgrat des BSV“, bedankte sich Elsner in seiner Abschiedsrede zudem bei den mehr als 100 Mitgliedern, die zur Hauptversammlung erschienen waren, „in diesem Verein, in dem es immer freundschaftlich und persönlich zugeht, Vorsitzender zu sein, ist keine Last. sondern Erholung“.