Botschafterin der Region auf dem Weg in die USA

Beglückwünschten Stipendiatin Ann-Katrin Geschwinder (Mitte), die bald in die USA reisen darf: Projektpatin Christel Voßbeck-Kayser und FH-Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier.
Beglückwünschten Stipendiatin Ann-Katrin Geschwinder (Mitte), die bald in die USA reisen darf: Projektpatin Christel Voßbeck-Kayser und FH-Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die FH-Auszubildende Ann-Kathrin Geschwinder nimmt an dem Austauschprogramm des Bundestags teil.

Iserlohn..  Man könnte behaupten, sie habe das große Los gezogen, doch hat der nun anstehende USA-Aufenthalt von Ann-Kathrin Geschwinder mit Glück nicht das Geringste zu tun: Dass die dann 21-Jährige ab dem 4. August nämlich zum Sprung über den großen Teich ansetzen darf, hat sie vor allem ihrer eindrucksvollen Bewerbung für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm für junge Berufstätige und Auszubildende zu verdanken.

Christel Voßbeck-Kayser übernimmt Patenschaft

Hier hat die Iserlohnerin einen der begehrten deutschlandweit ausgeschriebenen 75 Plätze ergattert. Ein Novum für die FH Südwestfalen, bei der die junge Frau eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen hat, die sie wegen guter Leistungen auf 2,5 Jahre verkürzen durfte. „Bislang haben bei uns nur Schüler und Studenten Stipendien erhalten“, sagt FH-Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier. Die Patenschaft für Ann-Kathrin Geschwinder hat die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser übernommen.

„Ich finde es wichtig, dass auch Auszubildende die Chance erhalten, ins Ausland zu gehen, Erfahrungen zu sammeln und auch als Botschafter für die Region Südwestfalen zu agieren“, begründete Voßbeck-Kayser ihre Unterstützung und Begeisterung für das Patenschaftsprogramm.

Bevor die Iserlohnerin aber ausgewählt wurde, hatte sie eine Reihe von Hürden zu überwinden. Einen ganzen Tag lang musste sie in Gruppenspielen unter Beobachtung agieren, Tests zu Persönlichkeit und Sprachkenntnissen absolvieren, sich in einen Gespräch „durchleuchten“ lassen.

Erst dann wurde unter den Bewerbern ausgesiebt, die letzte Entscheidung nach der Vorauswahl durfte dann die CDU-Bundestagsabgeordnete fällen. „Bei der Auswahl ging es nicht nur um Noten, vor allem die Persönlichkeit und das Gesamtpaket war für mich entscheidend“, so Voßbeck-Kayser.

In den USA wird Ann-Kathrin Geschwinder während ihres einjährigen Aufenthalts nun berufsspezifische Kurse an einem College und zudem ein Praktikum in einem amerikanischen Unternehmen absolvieren. „Wo genau es hingeht, weiß ich aber noch nicht“, sagt sie. Unterkommen wird sie entweder auf einem Campus oder in einer Gastfamilie. Die Platzvergabe soll im Juni oder Juli sein.

Zuvor wird sie aber noch einen einwöchigen Vorbereitungskurs besuchen, bei dem sich die Teilnehmer des Patenschaftsprogramms kennenlernen werden. Auch kulturelle Besonderheiten werden Thema sein. Ob sie wisse, dass in den USA auch Kleinstbeträge mit Kreditkarte beglichen würden? Die 20-Jährige lacht: „Ich habe mir bereits eine besorgt.“