Blick auf die Anfänge der Alternative für Deutschland

Viele Zuhörer sind am Donnerstagabend auf Einladung der AfD Märkischer Kreis in den Gasthof Daute in Kesbern gekommen.
Viele Zuhörer sind am Donnerstagabend auf Einladung der AfD Märkischer Kreis in den Gasthof Daute in Kesbern gekommen.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Der AfD-Mitbegründer Martin E. Renner zog an Gründonnerstag bei Daute viele Zuhörer an.

Kesbern..  Einen Einblick in die Entstehungsphase der AfD aus allererster Hand haben die Besucher der Gaststätte Daute am vergangenen Donnerstagabend bekommen. Auf Einladung der AfD Märkischer Kreis war Martin E. Renner als Redner zu Gast. Der stellvertretende Landeschef der Alternative für Deutschland gehört zu den Wegbereitern und Gründungsvätern der noch jungen Partei.

Schon vor der eigentlichen Parteigründung gehörte der Unternehmensberater aus Reutlingen, der seit vielen Jahren in Hahn bei Düsseldorf lebt, zur Wahlalternative 2013. Von dem schon damals in dieser Initiative führenden Bernd Lucke hatte er den Auftrag bekommen, die Organisation der Wahlalternative in Nordrhein-Westfalen aufzubauen. Am 21. Januar 2013 war er auch in Niedersachsen dabei, als die Verhandlungen mit den Freien Wählern für einen gemeinsamen Kurs scheiterten und gegen 22 Uhr in einer überschaubaren Runde von 70 Leuten der Entschluss gefasst wurde, eine eigene Partei zu gründen.

Riesiger Zuwachsin den ersten Wochen

Am 6. Februar kam es dann zur Gründung der AfD, wobei auf Renner als PR-Fachmann nicht nur der Partei-Name und das Logo zurückgehen, er war zudem auch maßgeblich an der Erarbeitung der Basispapiere für das Parteiprogramm beteiligt. Schließlich habe man sich zuvor thematisch nur auf den Euro konzentriert, nun habe aber ein komplettes Programm her gemusst. Der Erfolg sei damals enorm gewesen: Schon 14 Tage nach der Gründung der Partei habe man 7400 Beitritte verzeichnet.

Am Donnerstag hat Renner in dem voll besetzten Saal der Gaststätte die Eckpunkte seiner Basispapiere noch einmal umrissen. Grundsätzlich stellte er die AfD als die einzige Partei in Deutschland dar, die sich nicht auf ideologische Weise an vorgefertigten Lösungsansätzen orientiere, sondern rational am den akuten Problemen arbeite, an dem das Land kranke. „Die anderen Parteien diskutieren den Pickel auf der Nase, wir wollen den Gehirntumor bekämpfen.“