BiTS-Studierende debattieren international

Julian Vaterrodt vertritt die „BiTS Debating Society“ bei der Europameisterschaft in Wien und bei der Weltmeisterschaft in Thessaloniki.
Julian Vaterrodt vertritt die „BiTS Debating Society“ bei der Europameisterschaft in Wien und bei der Weltmeisterschaft in Thessaloniki.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das Team der Iserlohner Hochschule tritt demnächst bei Welt- und Europameisterschaften an

Iserlohn..  Eine These, zwei Standpunkte. Beim Debattieren zählen Argumente, Überzeugungskraft und Autorität. Mitglieder des studentischen Ressorts „BiTS Debating Society“ sind darin Profis – vom 2. bis zum 8. August 2015 treten sie gegen mehr als 400 Teams aus über 20 Nationen auf der Europameisterschaft in Wien an. Auch die Qualifikation zur Weltmeisterschaft in Thessaloniki hat sich der Debattierclub bereits gesichert.

Florian Schneider, der vielversprechende Nachwuchsstar der BiTS-Debattanten, und Julian Vaterrodt, Präsident und erfolgreicher Teilnehmer unzähliger Turniere national und international, werden dabei die BiTS als Redner vertreten. Mit diesem Engagement präsentiert sich die Hochschule in einer weltweit aufgestellten Community. Der größte Teil findet sich in England, Deutschland, Amerika und Australien, aber auch Afrika und Asien ziehen nach. Über die Kontinente verteilt, finden Hunderte von Wettkämpfen statt, fast jedes Wochenende treten Teams gegeneinander an.

Für das Training werdenaktuelle Fragen genutzt

Geübt wird an aktuellen Themen wie „gender equality“, Armut, Entwicklungshilfe, Bildung, Sport, Gesellschaft, Medizin und Politik. „So haben wir mit ein wenig Glück Fälle schon durchgespielt, wenn wir im Wettkampf stehen. Die Themen sind unglaublich vielfältig. Unsere beiden Juroren setzen sich jede Woche zusammen und überlegen sich neue, genau so wie es auf einem Turnier passieren würde. Das hat zum einen den Vorteil, dass die Themen auf Debattierbarkeit geprüft wurden und zum anderen, dass unsere Juroren auf den Job des Chefjurors für zukünftige Turniere trainiert werden“, sagt Vaterrodt. Der Ablauf der Wettkämpfe ist schnell erklärt: In separaten Vorrunden treten jeweils zwei Teams pro zugelostem Standpunkt gegeneinander an. 15 Minuten haben die Teilnehmer nach Verkündung des Themas, um sich auf Pro und Contra vorzubereiten. Bei den Themen kann es sich um außenpolitische Fragen wie „Sollte die Europäische Union jede Hemmschwelle für Einwanderung abschaffen?“ bis hin zu Religion „Sollten Karikaturen von religiösen Führern verboten werden?“ handeln.

Auch die Juroren sind international unterwegs

Doch nicht nur Redner zählen zur BiTS Debating Society, sondern auch hervorragende Juroren, die Schiedsrichter des Debattierens. „Als studentische Initiative bringen wir Menschen eine Kommunikationsform näher, die in unserer Welt immer wichtiger wird“, sagt Julian Vaterrodt, Master-Studierender. „Wir verstehen dabei das Debattieren als Sportart mit den dazugehörigen zweiwöchentlichen Trainingseinheiten und den regelmäßigen Besuchen von nationalen und internationalen Wettkämpfen.“

Der Sieger jeder Runde wird durch ein Panel speziell geschulter Juroren, die nach einem internationalen Regelwerk entscheiden, bestimmt. „Auch in dieser so wichtigen Schiedsrichterposition sind wir mit unserer Ausbildung nah an der deutschen Spitze“, sagt Vaterrodt. „Durch unsere aktive Förderung und dem Training von Juroren sind wir in der Lage, zwei Weltklasse-Juroren zur EM zu schicken. Wir sind sehr stolz auf unsere Kandidaten Jule Biefeld und Jonas Linck, die sich durch unermüdliches Training und die Teilnahme an Turnieren ebenfalls qualifiziert haben.“ So fällte Jule Biefeld bereits im Finale des Münsteraner Nikolausturniers im vergangenen Jahr, dem Finale der Westdeutschen Meisterschaft 2015 oder dem Finale des Budapest Opens 2015 ihr entscheidendes Urteil über die teilnehmenden Debattierer. Ihr Wissen gibt sie an Nachwuchs-Juror Jonas Linck weiter, der sein Können bei der Europameisterschaft unter Beweis stellen wird.