Bismarckturm wird 100 Jahre alt

Der Bismarckturm im Seilerseewald wird am 31. März 100 Jahre alt.
Der Bismarckturm im Seilerseewald wird am 31. März 100 Jahre alt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Fackelwanderungen durch den Seilerseewald und eine Jubiläumstasse zu Ehren des Bismarckturms geplant.

Iserlohn.. 100 Winter hat der Jubilar bereits gesehen, doch anders als der als Ausflugsziel beliebte und als Iserlohner Wahrzeichen wahrgenommene Danzturm fristet der Bismarckturm im Seilerwald eher ein Schattendasein. Im Jubiläumsjahr 2015 aber soll das zu Ehren des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck errichtete Bauwerk am 31. März ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Ab 13 Uhr erwartet der Aktionskreis Pater Beda als Bewirtschafter des Turms Wanderer mit Kaffee, Tee und Kuchen, die Stadtinformation plant geführte Wanderungen durch den Seilerwald zum Turm, die nach Einbruch der Dunkelheit als Fackelwanderungen gestaltet werden sollen. Angedacht ist überdies die Herstellung einer „Jubiläumstasse“.

Kein eigener Stromanschluss

Um den 14,5 Meter hohen Bismarckturm, der über keinen eigenen Stromanschluss verfügt, wenigstens an diesem Tag ansprechend illuminieren zu können, gab Hans Immanuel Herbers (UWG-Piraten) am Dienstagabend im Hauptausschuss die Anregung, einen Generator einzusetzen. „Ein paar Lampions und Kerzen sind nach unserer Einschätzung nicht ausreichend“, so der Ratsherr. Als „nicht ausreichend“ bewertet derweil SPD-Fraktionschef Dimitrios Axourgos das Turm-Umfeld mit Blick auf Wildwuchs, Sitzgelegenheiten und Reinigungszustand, während Martin Bußkamp (Stadtmarketing) auf die miserable Ausschilderung des Turms hinwies.

Baukosten betrugen seinerzeit 28000 Mark

Errichtet worden ist der Bismarckturm als Nationaldenkmal auf der Basis eines Entwurfs der Architekten August Deucker und des Stadtbaumeisters Karl Hoffmann. Für den Bau der Gedenkstätte als Aussichtsturm mit Feuerschale wurden von Bürgern der Stadt Iserlohn innerhalb kürzester Zeit Spenden in Höhe von 25000 Mark gesammelt. Die Gesamtkosten betrugen am Ende 28000 Mark. Als Baumaterial diente Grauwacke aus dem mittlerweile aufgegebenen Steinbruch am Griesenbrauck, das benötigte Wasser kam aus einem eigens für den Bau gebohrten Brunnen. Die Grundsteinlegung für den Bismarckturm erfolgte am 6. September 1914, eingeweiht wurde die Gedenkstätte am 31. März 1915 (Jahreszahlen korrigiert, die Red.).

Während bis 1995 regelmäßige Öffnungszeiten zur Besichtigung des in städtischem Eigentum liegenden Denkmals angeboten worden sind, kann heute der Turmschlüssel bei der Stadtinformation gegen die Hinterlegung von Pfand abgeholt werden. Dieses Angebot wird nach Angaben der Verwaltung etwa 20 bis 25 Mal im Jahr genutzt. Zusätzlich bietet der Aktionskreis Pater Beda im Sommerhalbjahr einmal monatlich Öffnungszeiten an.