Beiratsvorsitzende wirft das Handtuch

Carina Steding-Rauch
Carina Steding-Rauch
Foto: Michael May/IKZ
Was wir bereits wissen
Carina Steding-Rauch begründet ihren Schritt mit beruflichen Herausforderungen.

Iserlohn..  Die Lücke, die der im vergangenen Jahr verstorbene Stefan Haacke im Beirat für Menschen mit Behinderungen hinterlassen hat, ist groß. Nach nur drei Sitzungen unter der Regie der neuen Vorsitzenden, seiner früheren Stellvertreterin Carina Steding-Rauch, ist diese Position wieder vakant. Denn die Iserlohnerin hat das Handtuch geworfen. In ihrer nächsten Sitzung am 18. Februar werden die Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderungen ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger wählen. Die Vorbereitungen laufen bereits.

Im Gespräch mit unserer Zeitung begründet sie diesen Schritt „mit neuen beruflichen Herausforderungen“: Die Diplom-Sozialpädagogin ist seit 25 Jahren beim DRK in der Behindertenarbeit aktiv. Dort stehen jetzt durch den Wechsel an der Spitze der Geschäftsführer von Jürgen Machnik zu Michael Vucinaj Veränderungen an. Neben ihrer Stelle beim DRK arbeitet Carina Steding-Rauch auf freiberuflicher Basis als zertifizierter Powerscout-Coach im Bereich Gesundheits-, Erziehungs- und Konfliktberatung im Unternehmen ihres Lebensgefährten Andreas Winter. Ihr Konterfei ist bereits auf seiner Internetseite zu sehen.

Dem Vernehmen nach haben aber auch „Unstimmigkeiten“ mit dem Kommunalen Immobilienmanagement der Stadt wegen der Kündigung der Räume ihrer DRK-Rolli-Gruppe in der Alten Post zu dieser Entscheidung geführt – wo sie private und ehrenamtliche Dinge vermischt habe. Das bestätigt Carina Steding-Rauch auch: Es handele sich um Räumlichkeiten, die Winter angemietet hatte, aber überwiegend von der DRK-Musicalgruppe „los roladores“ als Abstellräume genutzt worden waren. Dabei sei damals schon klar gewesen, dass es zur kurzfristigen Kündigung kommen kann, wenn die Stadt selbst Bedarf hat, stellt KIM-Chefin Claudia Zawada klar. Und der Fall sei jetzt eingetreten.

„Ich bedauere, dass diese engagierte und ambitionierte Mitarbeiterin diese Arbeit niederlegt. Nach dem Tod von Stefan Haacke hat sie diesen Job hervorragend gemacht“, stellt ihr die Erste Beigeordnete Katrin Brenner ein gutes Zeugnis aus und erinnert auch an ihre Teilnahme bei einer Inklusionstagung in Ungarn.