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Beim „Wettbewerb schlechthin” in Kanada dabei

30.12.2008 | 17:10 Uhr
Beim „Wettbewerb schlechthin” in Kanada dabei

Iserlohn.Am 1. Januar gehen vier BiTS-Studenten und ein Professor auf große Fahrt: Sie nehmen an dem renommierten Fallstudienwettbewerb „John Molseon Case Competition” im kanadischen Montreal teil. Gastgeber ist die Concordia University, die 1981 die Veranstaltung initiierte.

„Das ist der Wettbewerb schlechthin”, ist Prof. Dr. Stefan Stein, Dekan Wirtschaft an der BiTS, begeistert. Die beiden Studenten Fabian Prystav und Andreas Schenk haben bereits an einer ähnlichen Veranstaltung in Helsinki teilgenommen, wo man ihnen sagte, der renommierteste Wettbewerb dieser Art würde in Montreal stattfinden. Ein Team von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität informierte, ein dortiger Professor sprach eine Empfehlung aus und schließlich schrieb die BiTS eine Art Bewerbung inklusive Motivations- und Qualitätsnachweis - das alles war nötig, um überhaupt zugelassen zu werden. Etwa 40 Teams aus Kanada, den USA, Asien und Europa nehmen teil.

In der BiTS lief dann zunächst eine interne Qualifikationsrunde, die neben den Herren Schenk und Prystav der Iserlohner Daniel Hermann sowie Elena Malinova gewannen. Seit Wochen pauken sie nun für den Wettbewerb.

Dieser ist angesiedelt im Bereich Strategisches Management/Unternehmensführung/Unternehmensplanung und hat „Nachhaltiges Wirtschaften” zum Inhalt - was wiederum, so Prof. Stein, gut zum neuen Schwerpunkt der BiTS „Green Business Management” passt.

In Montreal gibt es dann eine Gruppenphase, bei der „wie beim UEFA–Cup” alle Teams gegeneinander antreten, dann ein Halbfinale und ein Finale. Allein das Dabeisein ist schon etwas, macht sich gut im Lebenslauf, zudem winken Geldpreise. Favoriten sind, so Stein, die Kanadier.

Das Prozedere ist nämlich durchaus eine Herausforderung. Drei Stunden haben die jungen Leute Zeit, um sich einer Fallstudie zu widmen, fungieren dabei quasi als Unternehmensberater. Manchmal ist ein konkretes Problem vorgegeben, manchmal muss aber auch das erst erarbeitet werden. In den drei Stunden muss dann auch die abschließende, etwa 20-minütige Präsentation vorbereitet werden, die nur mit handgeschriebenen Folien bereichert werden darf. Einziges Hilfsmittel neben Zettel, Folien und Stiften ist der eigene Kopf. „Old School” (Alte Schule) nennt das Prof. Stein.

In Kanada geht es aber auch um „social aspects”, also gesellschaftliche Aspekte, wie etwa der Teilnahme an einem Empfang, einer Stadtrundfahrt oder - als Höhepunkt - einem Maskenball.

Prof. Stein bescheinigt seinen Studenten übrigens gute Chancen, seien sie doch äußerst motiviert, könnten sicher in englischer Sprache präsentieren, hätten Teamgeist, seien belastbar, stressresistent, zuverlässig und fachlich kompetent.

Katja Hofbauer

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