Beim Gemeindefest zählt vor allem das „Wir“

Tolle Stimmung herrschte am Hand-in-Hand-Kindergarten, auf dessen Grundstück die Erlöser-Kirchengemeinde ihr Fest feierte.
Tolle Stimmung herrschte am Hand-in-Hand-Kindergarten, auf dessen Grundstück die Erlöser-Kirchengemeinde ihr Fest feierte.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Erlöser-Kirchengemeinde bietet ein buntes Programm in der Kindertagesstätte „Hand in Hand“.

Iserlohn..  Im Vorfeld einer Veranstaltung gehen den Gastgebern viele Gedanken durch den Kopf. Kommen überhaupt Gäste, wie können wir dafür sorgen, dass sie sich wohlfühlen, und: Spielt das Wetter mit?

Mit dem Feuerwehrwagen in der Stadt unterwegs

Beim Gemeindefest der Erlöser-Kirchengemeinde auf dem Grundstück der Kindertagesstätte „Hand in Hand“ an der Schlesischen Straße, das unter dem Motto „Du+Ich=Wir“ stand, wurde schnell deutlich, dass die Organisatoren alles richtig gemacht und an alles gedacht hatten. Beste Unterhaltung für die kleinen und großen Gäste bot das Programm, das mit einem Gottesdienst begann, den die Pfarrer Dr. Gottfried Abrath und Christian Mayer feierten. Höhepunkt waren die drei Taufen. Anschließend wurden 14 Kindergartenkinder verabschiedet, die nach den Sommerferien in die Grundschule kommen. Ganztägig drehte ein Feuerwehrfahrzeug seine Runden durch die Stadt, in dem die Kinder mitfahren durften. Sie hatten außerdem die Möglichkeit, sich schminken zu lassen, eigene Buttons zu fertigen oder sich einfach auf dem kleinen Spielplatz auszutoben. Das macht natürlich hungrig und durstig. Kein Problem: Essen und Trinken waren für alle Gäste kostenlos.

Eine Premiere gab es am frühen Nachmittag: Da schlüpfte Erzieherin Andrea Halfmann in die Rolle einer Auktionatorin. Unter den Hammer kamen etwa ein Dutzend von den Kindergartenkindern gemalte und gefertigte Bilder und Basteleien. Je größer der Aufwand, desto höher lag das Einstiegsgebot. Am größten war der Gewinn, der dabei erzielt wurde: 197 Euro kamen zusammen. „Das Geld bleibt im Kindergarten“, sagte Hartmut Eckert, Mitglied im Presbyterium der Gemeinde. Es werde für einen Wasserlauf gespart.

Anders sieht es mit der Kollekte des Gottesdienstes aus – dieses Geld kommt dem im Tschad gelegenen Dorf Koumaye zugute. Die Iserlohner pflegen etwa seit der Jahrtausendwende eine Partnerschaft mit der dortigen Kirchengemeinde. Zustande gekommen ist der Kontakt über den aus dem Ort stammenden gelernten Journalisten Maurice Daja, der inzwischen in Münster lebt und beim Gemeindefest ein gefragter Gast war. „Das hier ist eine sehr dynamische Gemeinde“, lobte er. Die kann, das stellte Daja ebenfalls fest, auch prima miteinander feiern.